Metalle und Sauerstoff.
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bleibt rein zurück. Diese werden edle Metalle ge-nannt, weil sie bei der Bearbeitung im Feuer keinenAbgang erleiden. Dahin gehören: Gold, Platin, Silber,Iridium. Andere werden bei einer gewissen Temperaturoxydirt, und geben bei einer noch höheren den Sauer-stoff wieder von sich; solche sind: Palladium, Rhodium,Quecksilber, Nickel und Blei. Man giebt von den edlenMetallen an, dafs sie durch starke elektrische Schlägeoxydirt werden können. Van Marum hat mit der Tey-lerschen Elektrisirmaschine solche Versuche gemacht. Erleitete sehr starke elektrische Schläge durch feine Dräthevon Platin, Gold, Silber u. m. a.; die Dräthe wurdenzerstoben und verflüchtigt. Den feinen Staub, worin dasMetall nachher aus der Luft abgesetzt wurde, hat manals ein Oxyd angesehen. Obschon es nicht zu leugnen ist,dafs der leine Metallstaub, während des Erkaltens, einefür die Oxydation günstige Temperatur hat bekommenkönnen, wodurch er in diesem Zustande der feinstenmechanischen Zertheilung in Oxyd hat umgewandelt wer-den können, so ereignen sich doch ganz die nämlichenErscheinungen, wenn das zerstobene Metall mit Wasser-stoffgas umgeben ist. Gold und Platin haben übrigenseine so geringe Verwandtschaft zum Sauerstoff, dafs siesich nicht einmal auf der positiven Seite in der elektri-schen Säule oxydiren, und werden nur dann in der Flüs-sigkeit aufgelöst, wenn sie mit einer Chlorwasserstoff hal-tenden Flüssigkeit umgeben werden.
Ein. mit Sauerstoff verbundenes Metall hat sein me-tallisches Ansehen verloren, und ist in einen erdigen, wei-Isen oder zuweilen gefärbten Körper verwandelt worden.Es ähnelL in diesem Zustande einer Erde, und wurde des-wegen von den Chemikern älterer Zeiten, mit einer Artvon Vorgefühl der gleichartigen Zusammensetzung derMetalloxyde und der Erden, Metallknlk genannt.
Bei einigen Metallen kennen wir nur eine einzigeOxydationsstufe. Die meisten aber haben zwei, und einigehaben mehrere. Bisweilen können sich alle Oxydalions-stufen mit Säuren zu Salzen verbinden, z. B. die des Ei-