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Schwefelcyan-Y^ r assersloffsäure.
sich besser. Wenn die Cyanwasserstoffsäure sieb mit Ei-sen vereinigt und die sogenannte Eisenblausäure darstellt,so werden die Verbindungen beständiger und die alkali-sche Reaction ganz vernichtet..
In einer höheren Temperatur wird das cyanwasser-stoffsaure Gas vom kaustischen Baryt und kaustischen Kalizerlegt, und zwar auf die Weise, dafs, wenn man dasGas über diese Körper bei dunkler Rothglühhitze leitet,der Kohlenstoff" und Stickstoff (Cyan) verschluckt, dasWassersLoffgas aber ausgeschieden wird. Die leichter zer-legbaren Oxyde hingegen werden bei der Glühhitze vomcyanwasserstoffsauren Gase reducirt, und die Metalle mitKohlenstoff verbunden, wobei Wasser, kohlensaures Gasund Stickstoffgas, oder mitunter auch Stickstoffoxydgasentwickelt wird.
2. Schwefelcyan - Wasserstoffsäure. Schwefel-blausäure.
Man gewinnt diese Säure auf folgende Weise. Glei-che Theile krystallisirtes, sogenanntes eisenhaltiges blau-saures Kali oder, richtiger, Cyaneisenkalium und Schwe-felblumen werden in einem Glaskolben bei gelinder Hitzeüber der Flamme einer Spirituslampe in einer dem Glü-hen nahe kommenden Hitze zusammengeschmolzen. Dieerkaltete Masse wird mit Wasser übergossen und die nach-her filtrirte Lösung mit ein wenig Aetzkali versetzt, solange sich noch etwas Eisenoxydul niederschlägt, dannaber wieder filtrirt. Die farblose Flüssigkeit wird zurtrocknen Masse abgedampft, dann in so wenig Wasser,als möglich, wieder aufgelöst, mit einer concentrirtenAuflösung von Phosphorsäure in einer Ginsretorte gemischtund destillirt. Dabei erhält man in der Vorlage einefarblose Säure von einem stark sauren Gesclnnacke undstechend saurem Gerüche, deren specifisches Gewicht biszu 1,022 gehen kann. Sie kocht bei und krystal-
lisirt bei —10°. Wenn man statt der Phosphorsäure beimDestilliren Schwefelsäure anwendet, so erhält man dasDestillat mit schwefiichter Säure verunreiniget.