Schweielwassersiollsiiiire.
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und legt es unter den einen Deckel eines Buches, wah-rend man ein anderes Papier, welches in eine, Schwefel-wasserstoff ausdunstende Flüssigkeit (z. B. in eine Lösungvon Hepar) getaucht ist, unter den anderen Deckel legtund das Buch zumacht, so findet man nach Verlauf voneinigen Stunden die vorher unsichtbare Bleischrift schwarzoder braun und lesbar. Selbst regnlinische Metalle, wieSilber, Kupfer, Messing, laufen davon an, so dafs manbei Arbeiten mit diesem Gase in Laboratorien Instrumenteaus diesen Metallen, so wie Leuchter, Knöpfe u. dergl.,verwahren mufs, wenn sie sich nicht auf der Oberflächemit Schwefel verbinden und anlaufen sollen. Die Luftin einem Zimmer kann mit so viel von diesem Gase ver-mischt sein, dafs sie einen höchst unbehaglichen Geruchhat, ohne dafs sie deshalb beim Einathmen schädlich ist.Aber in gröfserer Menge bewirkt es Entzündung in derLuftröhre und den Lungen, die sich schwierig heilen lädst,und in noch gröfserer Menge eingeathmet, bewirkt es so-gleich den Tod. Thenard führt an, dafs Vögel in einerLuft sogleich sterben, welche nicht mehr als ihres
Volums Schwefelwasserstoffgas enthält, und dafs ein Hundstirbt, wenn die Luft £ Procent davon enthält.
Schwefelwasserstoffgas wird langsam von Wasser auf-genommen. Nach de Saussure’s Versuchen, nimmtWasser bei —j—18° 2-tmal sein Volum davon auf; nachdenen von Thenard und Gay-Lussac, bei —j—11° 3malsein Volum. Das mit dem Gase gesättigte Wasser ist un-gefärbt , hat den Geruch des Gases und röthet Lackmus-papier. Nach einigen Stunden wird es milchicht und un-klar, aus dem Grunde, weil der Sauerstoff der in demWasser enthaltenen Luft etwas vom Gase zersetzt undSchwefel fällt. Wird die Flüssigkeit in Berührung mitder Luft gelassen, so fängt sie von der Oberfläche an,sich zu trüben, und erleidet dann dieselbe Veränderung.In verschlossenen Gefäfsen erhält sie sich unverändert.Das Gas entweicht leicht aus dem Wasser, und durch Koeben wird es vollkommen daraus getrieben. Diese Lö-sung in Wasser wird von allen den Körpern zersetzt,