Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
Seite
636
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Schwofe! was s e rs i o fis ä urc.

einer entsprechenden Menge Sauerstoff auszutauschen, umFJuorborkafium in borsaures Kali zu verwandeln, oderumgekehrt, um letzteres in Fluorborkalium zu verwandeln.Aus diesem Gesichtspunkte haben diese Verbindungen einbesonderes Interesse, und in Zukunft werden wir viel-leicht eben so ausgedehnte Reihen durch Fluor gebil-deter Verbindungen kennen lernen, wie wir sie nunvon den Verbindungen der oxydirten Körper kennen.

4. Schwefel wasserstoffsäure. (Hydrothionsäure.)

Diese gewöhnlich unter dem Namen Schwefelwasser-stoffgas bekannte Säure (S. 015.) wird erhalten, wennein Schwefelmetall, welches das Wasser zersetzen kann,in einer wasserhaltigen Säure aufgelöst wird. Das Metalloxydirt sich auf Kosten des Wassers und wird von derSäure aufgelöst, während sielt Schwefel und Wasserstoffim Entstehungszustande mit einander verbinden. DieseSäure ist bei der gewöhnlichen Temperatur der Luft einGas, und kann meist ohne Hülfe von Wärme entwickeltwerden.

Will man eine sehr rasche Gasentwickelung bewir-ken, so nimmt man fein geriebenes Schwefeleisen *) undeine etwas concentrirte Säure, z. B. Schwefelsäure, mit4 mal so viel Wasser verdünnt; bedarf man aber nur einerlangsamen Entwickelung, wie es gewöhnlich der Fall ist,so wendet man eine sehr verdünnte Säure und grobesPulver von Schwefeleisen an. Man kann auch trockenesSchwefelkalium oder Schwefelcalcium anwenden, aber dieHeftigkeit, womit diese von Säuren zersetzt werden, machtsie zu diesem Zwecke weniger tauglich. Man schreibt

*) Es ist notwendig, dafs dieses Schwefeleisen kein Eisen oderkeinen Schwefel im Ueberschufs enthalte. Im ersteren Falle wirddas Gas mit Wasserstoffgas vermischt, und in letzterem wird dasSchwefeleisen nicht zersetzt. Die Verbindung, welche man er-hält, wenn bis zur Schweifshitze erhitztes Eisen in einen Tiegelgesteckt wird, in welchen man Schwefel gelegt hat, eignet sich zudieser Operation am besten.