Bor - Fluorwasserstoffsäure.
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entweicht erst i vom Gase, und dann destillirt die Säureunverändert über. Sie erfordert zum Kochen eine hoheTemperatur, und gleicht nun, hinsichtlich ihrer äufserenEigenschaften, der concentrirten Schwefelsäure.
Von concentrirter Schwefelsäure wird das Fluorbor-gas bis zu 50 mal vom Volum der Säure aufgesogen, welchedadurch zähe und schwerfliefsend wird. Mit Wasser ver-mischt, entsteht ein weifser Niederschlag, welcher Bor-säure ist.
Thenard giebt bei der Bereitung der flüssigen Säuredie Vorschrift, das Gas durch eine gebogene Glasröhre inQuecksilber zu leiten, über welches man das zu sättigendeWasser giefst. Der Zweck hiervon ist, die unmittelbareBerührung des Wassers mit dem Gase in der Röhre zuverhindern, wobei leicht eine so schnelle Absorption ent-steht, dafs sie von der Gasentwickelung nicht ersetzt wer-den kann, und also die Flüssigkeit in den Apparat, wor-aus sich das Gas entwickelt, eingesogen wird. Die leich-teste Art, diese flüssige Säure zu erhalten, ist jedoch ohneZweifel die, dafs man unmittelbar liquide und verdünnteFluorwasserstoffsäure mit Borsäure verbindet, und dannso weit abdampft, bis die Säure so concentrirt wird, dafssie unverändert überdestillirt. Wieviel Wasser sie in die-sem Zustande enthält, ist nicht ausgemittelt.
Die hier beschriebene wasserfreie Verbindung bestehtentweder aus 83,76 Th. Fluor und 16,24 Th. Bor, oderaus 47,94 Th. Flufssäure und 52,06 Th. Borsäure, in wel-chem Falle beide Säuren gleichviel Sauerstoff enthalten.
Bor - Fl u orw asserst offsäure. Wird Fluorborgasin Wasser aufgefangen, bis dieses scharf sauer zu wer-den anfängt, aber bei weitem noch nicht gesättigt ist,so bemerkt man, dafs sich ein weifses Pulver abzusetzenanfängt, und wenn man die Flüssigkeit abkühlt, so schiefstdaraus eine nicht unbedeutende Menge Borsäure an.Die Ursache dieser Erscheinung liegt darin, dafs das Fluor-borgas die Neigung hat, dafs es, wenn es einen oxydirtenKörper trifft, einen Theil seines Bors austauscht, welchersich auf Kosten dieses oxydirten Körpers zu Säure oxy-