Fluorbor.
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barten Körper, z. B. mit einer stählernen Spitze, in dasWachs gezeichnet, so kann die Zeichnung beim Anhau-chen sichtbar werden, ohne dafs Flufssäure mitgewirkt hat.— Enthält die Probe Kieselsäure, so entsteht öfter keineReaction. Man legt jene dann in eine an beiden Endenoffene Glasröhre von 8 bis 10 Zoll Länge, entweder nahean die eine Oeffnung, oder auf ein kleines, in die Röhregeschobenes Stück Platinblech, senkt dieses Ende derRöhre nach unten und erhitzt die Probe durch die Löth-rohrllamme zum Glühen, wobei der Flamme eine solcheRichtung gegeben wird, dafs die Producte vom Glühendurch die Röhre getrieben werden. Die Hitze treibtdann Fluorkiesel aus, welcher sich mit dem von derFlamme gebildeten Wasser in der Röhre condensirt unuKieselsäure absetzt, welche, wenn dann die Feuchtigkeitdurch Erwärmung der Röhre verdunstet, als Ringe vonKieselsäure von der Gröfse der Tropfen zurückbleibt.
Fluorbor. (Fluorborsäure.) Unter diesem Na-men versteht man eine Verbindung von Fluor und Bor,welche ausgezeichnete Eigenschaften einer Säure hat, undwelche 1810 von Gay-Lussac und Thenard entdecktworden ist. Sie erhielten dieselbe, als sie ein Gemengevon 2 Th. feingeriebenem FlufsspaLh und 1 Th. verglasterBorsäure in einem an dem einen Ende verschlossenenFlintenrohre erhitzten. Die Borsäure wirkt erst bei vol-lem Weifsglühen auf den Flufsspath, wobei sich borsau-rer Kalk bildet und ein Gas entwickelt wird, welchesFluorbor ist, und welches man über Quecksilber auffängt.Die Erklärung dieser Zersetzung ist, dafs .sich das MetallCalcium im Flufsspath auf Kosten eines Theiles Borsäurezu Kalkerde oxydirt, welche sich dann mit einem ande-ren Theile Borsäure zu borsaurem Kalke verbindet. Derreducirte Bor verbindet sich mit dem freiwerdenden Fluorund entweicht als Gas. Ist dagegen die Fluorwasserstoff-
scheibe mit Agalmatolilh , einem weichen Minerale, zu schreibenund wohl abzutrocknen, so ist das Geschriebene nicht sichtbar;so wie man aber darauf haucht, so wird es sichtbar.