Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
Seite
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Fluorwasserstoffsäure.

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durch immer ein sogleich sich zeigendes Aufblähen derMasse und Entwickelung eines rauchenden Gases verur-sacht. Die Vorlage wird mit Schnee oder gestofsenemEis umgeben und die Pietorte gelinde erwärmt. Manhört bald die Masse ins Kochen kommen und die Säuredestillirt über, wobei etwas davon durch die Fuge derVorlage wegraucht; dessen ungeachtet aber darf man nichtlutiren, weil dadurch die Säure verunreinigt werdenwürde. Wenn alle Säure überdestillirt ist, so wird dieVorlage weggenommen, und die Säure in eine mit einemgut schliefsenden Pfropf versehene Flasche von Platin oderGold gegossen, wobei man sich vor dem Einatmen derDämpfe wohl zu hüten hat. In Ermangelung dieser theue-ren Verwahrungs-Gefäfse, kann man sieb einer bleiernenFlasche bedienen, an welcher sich jedoch keine Zinn-Löthung befinden darf, weil diese von der Säure sehrschnell aufgelöst wird.

War der Flufsspath rein und frei von fremden Ma-terien, so ist die Säure farblos und wasserklar. Abersehr oft enthält der Flufsspath fein eingesprengte Körnervon Bleiglanz (Schwefelblei), welcher das Wasser derSchwefelsäure zersetzt, und Schwefelwasserstoffgas undschwefiichtsaures Gas liefert; die Säure wird dann mil-chig und unklar von Schwefel, welcher sich jedoch baldabsetzt.

Wenn der Flufsspath Fluorcalcium ist, so ist nun dieerhaltene Säure wasserfreie Fluorwasserstoffsäure; ist erdagegen flufssaure Kalkerde, so ist die Säure concentrirtewasserhaltige Flufssaure, welche so entstanden ist, dafs,indem sich die Schwefelsäure mit dem Kalk des Flufs-spaths zu Gyps verband, die wasserfreie Blufssäure dasWasser der Schwefelsäure aufnahm. Nach der Theoriedagegen, welcher wir den Vorzug geben, ist dieses Was-ser zersetzt worden, es hat seinen Sauerstoff an das Cal-cium zur Bildung von Kalkerde, und seinen Wasserstoffan das Fluor zur Bildung der Wasserstoffsäure abgegeben.

Diese Säure raucht stark an der Luft und ist sehrflüchtig. Ihr Kochpunkt, welcher nicht mit Sicherheit

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