Fluorwasserstoffsäure.
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stoffgas über Quecksilber auffängt und dann jodwasser-stoffsaures Gas hineinleitet. Die Gase vereinigen sich nunund verdichten sich zu weifsen, wiirflichten Krystallen,welche in gelinder Wärme, ohne vorher zu schmelzen,sich sLiblimiren. Wasser, Alkohol, die Säuren (durchihren Wassergehalt) und Alkalien (vermöge ihrer Ver-wandtschaft zur Jod wasserstoffsäure) zerlegen diese Ver-bindung und scheiden das Phosphorwasserstoffgas aus. Istsie völlig trocken, so erleidet sie weder vom Sauerstoff-gas, noch vom Chlorwasserstoffgas, Schwefelwasserstoffgasund Quecksilber eine Veränderung. Dagegen wird sievom Ammoniakgas zerlegt, indem dieses ein gleich gro-fses Volumen Phosphorwasserstoffgas austreibt.
Das Phosphorwasserstoffgas im Maximum verbindetsich ebenfalls mit der Jodwasserstoffsäure, und diese Ver-bindung gleicht der vorhergehenden, nur dafs bei derenZerlegung durch Wasser, Phosphor und Phosphorwasser-stoffgas im Minimum ausgeschieden wird. Das Phos-phorwasserstoffgas im Minimum nimmt ein gleiches Vo-lumen Jodwasserstoffsäure, das im Maximum nur i Vo-lumen davon auf.
3. Fluorwasserstoffsäure. (Flufssäure. Hydro-fluorsäure.)
Ich habe in dem Vorhergehenden angeführt, dafsman noch nicht mit Sicherheit zu wissen glaubt, ob dieseSäure eine Wasserstoffsäure oder eine Sauerstoffsäure sei.Ich habe es deshalb vorgezogen, sie unter den Wasser-stoffsäuren aufzuführen , weil sie mit den beiden vorher-gehenden mehr Aehnlichkeit hat, als mit anderen; weiles wohl gelingt, die Gegenwart des Wasserstoffs in der-selben darzuthun, nicht aber die des Sauerstoffs, undendlich weil sie aus diesen Gründen von den ausgezeich-netsten Chemikern unseres Zeitalters zur Klasse der Was-serstoffsäuren gerechnet wird. Sie unterscheidet sich in-dessen von diesen darin, dafs ihr liadikal weder in freiemZustande, noch in Verbindung mit Sauerstoff, zu einer