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Königswasser.
sammensetzung des Apparates benutzte Materie; bisweilenrührt diese Farbe von Eisen her, und manchmal setzt dieSäure auch, nachdem sie einige Tage gestanden hat, einrothes Pulver ab, welches Selen ist, und von einem Selen-Gehalte der Schwefelsäure herrührt. In keinem von diesenFällen kann diese Säure als Reagens zu Untersuchungenangewandt werden, wenn sie auch sonst zu technischemBehufe ganz brauchbar ist. Folgende Tabelle, von Edm.Davy, zeigt die verschiedene Concentration der Säure beiverschiedenem specifischen Gewicht:
Spec. Gew.
Chlorwasserstoffsäurein Procent.
Spec. Gew.
Chlorwasserstoffs;in Procent.
1,21
42,43
1,10
20,20
1,20
40,80
1,09
18,18
1,19
38,38
1,08
16,16
1,18
36,36
1,07
14,14
1,17
34,34
1,06
12,12
1,16
32,32
1,05
10,10
1,15
30,30
1,04
s,os
1,14
28,28
1,03
6,00
1,13
26,26
1,02
4,04
1,12
1,11
24,24
22,22
1,01
2,02
Ich habe erwähnt, da fs die Chlorwasserstoffsäure einesder am meisten in der Chemie angewandten Reagentienist. Ihre Anwendung in Künsten und Gewerben ist eben-falls sehr ausgedehnt, weshalb eine genaue Kenntnifs vonder Natur dieser Säure für den praktischen Chemiker vongröfserer Nothwendigkeit ist, als die einer anderen Säure.
Königswasser. Wird Chlorwasserstoffsäure mitSalpetersäure vermischt, so verändert sich sogleich dasAnsehen der Flüssigkeit, die Farblosigkeit geht in Gelbüber, und sie nimmt, wenn die Säuren concentrirt wa-ren, einen Geruch von Chlor und salpetrichter Säure an.Dieses Gemenge hat den technischen Namen Königs-wasser, Aqua regis oder regia erhalten, aus dem Grunde,