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Knallsliurc.
saures Silberoxyd ist, und welches eben so wie das neu-trale Salz explodirt. Diese Eigenschaft, saure Salze zubilden, scheint sich auf die Verbindungen dieser Säuremit den meisten Basen zu erstrecken. Vermuthlich trittdabei Wasser in die Verbindung, so dafs sie nun z. B.aus knallsaurem Silberoxyd und wasserhaltiger Knallsäurebesteht, wie es der Fall mit allen sauren, auf nassemWege gebildeten Salzen ist.
Was die Zusammensetzung der eigentlichen Knall-säure betrifft, so ist man noch nicht zu völliger Gewifs’heit darüber gelangt. Bei den älteren, mit ihr angestell-ten Zersetzungs-Versuchen hatte man immer Kohlensäure,Ammoniak und Wasser in solchen Verhältnissen erhalten,nach welchen man diese Knallpräparate als Doppelsalzevon Oxalsäure mit Ammoniak und Silber- oder Queck-silberoxyd betrachten konnte, und man glaubte ihre knal-lende Eigenschaft rühre von der augenblicklichen Zer-setzung der Oxalsäure auf Kosten des Metalloxydes her.Fast dasselbe Resultat wurde von Liebig erhalten, alser bei seinen ersten Versuchen die mit kaustischer Bitter-erde vermengten Knallsalze zersetzte, wobei keine Explo-sion entstand.
Bei den Versuchen, welche er nachher gemeinschaft-lich mit Gay-Lussac anstellte, fanden sie, dafs Was-serstoff keinesweges zur Zusammensetzung der knallsaurenSalze gehöre. Es glückte ihnen, wohlgetrocknetes knall-saures Silberoxyd mit Kupferoxyd zu mengen, daraus imluftleeren Baume noch die letzte hygroscopische Feuch-tigkeit zu entfernen, und dann das Gemenge auf die, beider Analyse organischer Körper gebräuchliche Weise zuverbrennen. Das Resultat dieser Untersuchung fiel so ans,dafs das knallsaure Silberoxyd dieselben Bestandtheile indenselben Verhältnissen wie das cyansaure Silberoxyd ent-hielt, und dafs es also cyansaures Silberoxyd war.Sie glaubten übrigens, den Namen Knallsäure beibehaltenzu müssen, bis die Resultate dieser Versuche noch fernerbestätigt sein würden.
Indessen findet man so ausgezeichnete Unterschiede