Knallsäure.
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Quecksilber wird metallisch abgeschieden. Auf diese Weiseerhält man z. B. knallsaures Eisenoxydul, knallsaures Zink-oxyd, knallsaures Kupferoxyd.
Bis jetzt ist es mit der Knallsäure eben so wenig wiemit der Cyansäure geglückt, dieselbe in isolirter oder inwasserhaltiger Gestalt darzustellen. In allen Fällen, woman versucht, dieselbe durch eine stärkere Säure von ihrerSalzbasis zu trennen, verbinden sich ihre Bestandteile inanderen Verhältnissen. Die Sauerstoffsäuren verwandelnsie in Blausäure (Cyanwasserstoff) und in Ammoniak.Die Wasserstoffsäuren veranlassen die Entstehung neuerSäuren, gebildet aus Cyan und dem Radikal der Was-serstoffsäuren. Salzsäure (Chlorwasserstoff) und Hydriod-säure (Jodwasserstoff) entwickeln Blausäure, und in derFlüssigkeit bleibt ein neuer saurer Körper aufgelöst, wel-cher in dem einen Falle aus Chlor, Kohlenstoff, Stick-stoff und Wasserstoff besteht, und in dem anderen FalleJod statt Chlor enthält. Gay-Lussac und Liebig er-wähnen blofs, dafs diese Säuren existiren, und es sind bisjetzt noch keine Untersuchungen über ihre Eigenschaftenangestellt worden. Mit Schwefelwasserstoff entsteht keineBlausäure, sondern eine saure Flüssigkeit, welche, ihremVerhalten nach, mit der Schwefelblausäure Aehnlichkeithat. Die meisten, die Abscheidung der Säure bezwecken-den Versuche, wurden bis jetzt mit dem Silbersalze an-gestellt.
Liebig fand, dafs wenn kohlensaures Silberoxyd miteiner Auflösung von kaustischem Kali, Natron, Barytoder Kalk behandelt wird, ein Tlieil des Silberoxyds ab-geschieden werde, und man ein in Wasser löslicheresSalz erhalte, in welchem das Alkali an die Stelle desSilberoxyds getreten ist. (Nach Liebigs Versuchen wird i,nach Gay-Lussacs und Liebigs gemeinschaftlichen Ver-suchen £ vom Silberoxyde im Salze abgeschieden.) Dieneue Verbindung ist ein Doppelsalz von Silberoxyd mitder zugesetzten Basis. Wird dieses Doppelsalz mit Salpe-tersäure behandelt, so nimmt diese die stärkere Basis auf,und es entsteht ein Niederschlag, welcher saures knall-