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Bernsteinsäure.
so viel Säure, wenn man den Bernstein pulvert, und beider Destillation mit -L- bis Schwefelsäure und ^ Was-ser vermischt.
Die gewonnene Säure ist gelb oder gelblich braun,und stark durch Oel verunreiniget, wovon sie sich schwerabscheiden läfst. Man löst sie in dem, bei der Destilla-tion des Bernsteins erhaltenen Wasser auf und seiht siedurch feuchtes Papier, wodurch das mechanisch beige-mengte Oel zurückgehalten wird. Die durchgeseihte brauneFlüssigkeit reiniget man auf folgende Weise: a) Man dige-rirt sie mit animalischer Kohle, am besten mit solcher,die man bei der Berlinerblau-Bereitung erhält, filtrirt sienachher, und läfst dann die durchgegangene ungefärbteFlüssigkeit zum Krystallisiren abdampfen. Dieses Verfah-ren reiniget jedoch die Säure nicht von dem beigemeng-ten Oele, sondern benimmt diesem blofs die Farbe. Da-her wird die anfangs ungefärbte Flüssigkeit beim Abdam-pfen nach und nach wieder gelb und braun, weil sichdas Oel dabei oxydirt und dunkler färbt. Dafs die Säuredurch Kochen mit Kohlenpulver ihrer Natur nach verän-dert werde, wie nach F’ourcroy behauptet wird, ist einIrrthum. — b) Die aufgelöste und wieder eingekochteSäure wird in einem Glaskolben sublimirt, jedoch beimöglichst geringer Hitze, so dafs man nur eine Kohlenach der andern unterlegt. Man verfährt im Uebrigendabei so, wie bei der Sublimation der Benzoesäure ange-geben worden ist. Die erhaltene Säure ist schneeweifsund glänzend. — cj Die unreine Säure wird mit kohlen-saurem Kali, welches jedoch nicht überschüssig zugesetztwerden darf, gesättiget, das bernsteinsaure Kali daraufmit etwas wenigem von dem oben erwähnten Kohlenpul-ver gekocht, filtrirt und mit Bleizucker versetzt, so langenoch ein Niederschlag entstellt. Das gefällte bernstein-saure Bleioxyd wird hierauf mit kaltem Wasser völligausgesüfst und getrocknet. 10 Theile bernsteinsaures Bleierfordern 3 Theile Schwefelsäure von 1,85 specifischemGewichte, die vorher mit 20 bis 30mal so viel Wasserverdünnt worden ist. Bei dieser Reinigungsart geht zwar