530
Kolilensaurcs Wasser.
Glocke beim Umschwingen des Wassers tiefer in dasselbehineinreicht, nicht über den Boden der Glocke fließe,und, durch Berührung einer grofsen Wasserfläche mit derLuft, wieder einen Tlieil seines aufgenommenen kohlen-sauren Gases verliere.
Soll nun Wasser mit kohlensaurem Gase verbundenwerden, so giefst man so viel, mit i. seines Gewichts zer-stoßenen Eises gemengtes Wasser in den Kessel, bis esnahe am Rande desselben steht. Hierauf wird die Glockeso in den Kessel eingesenkt, dafs sie völlig vom Wasserangefüllt wird. Die Gasentwickelungsflasche Fig. 2. fülltman zum vierten Theil mit grob gestofsener Kreide oderfein gepulvertem Marmor, und giefst durch den TrichterSchwefelsäure darauf, welche vorher mit 6 bis 8 mal soviel Wasser verdünnt worden ist. Die Schwefelsäure ver-bindet sich dabei mit der Kalkerde zu Gyps und treibtdie Kohlensäure aus, welche mit Brausen in Gasgestaltforigeht. Das Gas, welches zuerst entwickelt wird, führtdie atmosphärische Luft der Flasche mit sich und wirdnicht aufgefangen; dann aber wird das freie Ende desAbleitungsrohres, Fig. 2. e, mittelst eines Korks in derOeffnung des Rohres cb an der Glocke Fig. 9. auf die-selbe Weise, wie an der Flasche, befestiget. Die Schwe-felsäure wird dann in kleinen Portionen durch den Trich-ter zugesetzt (aus welchem kein Gas entweichen kann,weil seine untere Oeffnung am Boden der Flasche durchdie flüssige Masse bedeckt ist) und dabei das Gemengemit Hülfe des Holzstäbchens und des beweglichen Trich-ters fleifsig umgerührt, damit die Säure gleichförmig aufden kohlensauren Kalk wirken kann. Es ist gut, das koh-lensaure Gas durch eine besondere mit Wasser gefüllteMittelflasche streichen zu lassen, worin das Wasser dieTheile von Schwefelsäure und Gips zurückbehält, welchebeim Aufbrausen mit dem kohlensauren Gase mechanischaus der Entwickelungsflasche mit forlgerissen werden, undworauf also das Gas reiner in die Glocke gelangt. Indem Maafse, wie das Gas sich entwickelt, steigt die Glockein die Höhe, und sobald sie sich so weit erhoben hat, dafs