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1,2 (1825)
Entstehung
Seite
454
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454 Englische Schwefelsäure.

Gegenstand schon völlig ins Reine gebracht war, wurdeseine Ausmittelung wieder im Jahre 1823 als Gegenstandeiner Preisfrage von der Socicle de PJuinnacie zu Parisaufgegeben, welches zur Entstehung einer guten Arbeitdarüber von BusSy Veranlassung gab, deren Resultataber der Hauptsache nach dasselbe war, welches manschon zuvor wufste.

Englische Schwefelsäure, so genannt, weil ihreBereitungsmethode zuerst in England erfunden und imGrofsen ausgeführt wurde*), wiewohl sie nun auf die-selbe Weise in allen Ländern gewonnen wird. DieseSchwefelsäure wird durch Verbrennung des Schwefels auiKosten der Luft bereitet; da sich aber dabei der Schwe-fel nicht höher, als bis zu schweflichter Säure oxydirt, somufs man dafür sorgen, dafs sich gleichzeitig ein Körperentwickele, welcher die schweflichte Säure bestimmt, sichzu Schwefelsäure zu oxydiren. Ein solcher Körper ist dasStickstoffoxydgas. Wenn dieses in Berührung mit derLuft kommt, so verwandelt es sich auf Kosten derselbenzu salpetrichter Säure, welche mit der Feuchtigkeit derLuft zu Dämpfen von wasserhaltiger salpetrichter Säurewird. Von diesen Dämpfen wird das schweflichtsaureGas condensirt, welches der salpetrichten Säure zugleichden Sauerstoff, welchen es zur Umwandlung in Schwe-felsäure bedarf, und das Wasser entzieht, welches nöthigist, um diese in wasserhaltige Schwefelsäure zu verwan-deln , während die salpetrichte Säure wieder zu Stickstoff-oxydgas wird, welches von Neuem dieselben Wirkungenauf andere Antheile schwellichtsauren Gases und feuchterLuft ausübt.

Die Operation wird in Kammern vorgenommen,welche inwendig wasserdicht mit Platten von Blei beklei-det sind, und auf deren Boden man einige Zoll hochWasser gegossen hat, um stets die Luft im Maximum vonFeuchtigkeit zu erhalten. Der Schwefel wird entwederauf einer Platte innerhalb der Kammer selbst, oder in

) Dr. Roebuck legte in Schottland die erste Bleikamnier au.