15
also die Religion ihr Siegel aufgedrückt, und einso schönes Band für unauflöslich erkläret, da-mit weder eine vorläufige Convention die Dauerdesselben einschränken, noch in der Folge einigerAufall hinlänglich seyn könne, dieses einmal gs»schlösse»» Bündniß, das aus Mann und Weibnur ein Fleisch macht, und die Figur der gcist-. lichen Ehe Jesu Christi mit seiner Kirche ist, *zu zertrennen.
Die Absicht dieser Unaufiöslichkeit, ist alsodie Sicherstellung der ehelichen Treue, und dieHandhabung der Ehre eines so heiligen Stan-des. Wenn nun diese Absicht durch die Bos-heit eines Theiles der Contrahenten verei-telt, und das Lasier vor Gericht beweislich ist,wie kann das Gesetz der Unaufiöslichkeit, dasdem Zwecke subordiniret ist, bestehen ? Wiekann eine durch Untreue und Schandthaten ent-heiligte Ehe, die reine Verbindung Jesu Christimit der Kirche vorstellen?
Ist es einem nngcweyhten Layen, der keinVaccalaureus in der Theologie ist, erlaubt, dieheilige Schrift zu citiren ? Ich finde in demEvangelium des heil. Mathäus 19. K. 9. V.
eine
* Zbr Männer, liebet eure Weiber, wie Chri-stus seine Kirche geliebet, und sich selbst fürsie dargegeben hat. Lphes. 6. 25.
Und sie werben zwey in einem Fleische seyn. 2.,^