Vorbericht. j
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heit, wider die Eingrife bloß arbitrarischer ^und metaphysischer Verordnungen, in einemPunkte zu vertheidigen, der auf den mora-lischen Karakter einer Nation, und aufdasBeste des Staates so grossen Einfluß hat.
Ich sehe es vor: es werden einige aus iunsern Schriftgelehrten nicht ermangeln, !wider mich aufzustehen, und zu rufen: Er !har Gore gelästert ! Sie mögen es thun,und, weil es ihnen so beliebt, mich in dieRolle der Ketzer, und Abtrinnigen einscbrei- lden. Hätten Richer, Fleury, und Febro-nius diese Beschuldigungen geforchten, sohätten sie sich niemals wider den Aberglau-ben empören, noch den eingewurzelten Miß-bräuchen die Stirne bieten därfen. Es istjederzeit ein schweres Unternehmen, auchbey aufgeklärten Zeiten, ein Vorurtheil zubesiegen. Hat es einmal den Schein ei-nes Rechtes angenommen, so steht es, wieein Coloß. An dem Grunde schwach, und Zdrohend von oben, zittert ein jeder, scl- Zbes fallen zu sehen: man umringt es, man ßläuft zu, um es zu beschützen, und man !nimmt daran Antheil ohne zu wissen, wa-rum. Indessen muß ein Apostel der Wahr-heit, und Menschenliebe den Muth nicht
sinken