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Erstes Hauptstück. Die gefallenen Engel in der Hölle oder die bösen Geister.
vollkommen geordnet, so sittsam und in beständiger Heiterkeitzu wandeln. Da sprach der fromme Vater: „Ich fasse oft-mals den Schutzengel in's Auge, der mir zur Seite steht, inmeinen Nöthen mir hilft und in allen Umständen mir sagt,was ich sprechen und thun soll, und der dann jede meinerHandlungen nebst der Art aufzeichnet, wie ich dieselbe gethanhabe. Dieser Anblick erfüllt mich mit heiliger Ehrfurcht für ihnund bewirkt, daß ich mich stets sorgfältig hüte, Etwas zu sagenoder zu thun, was ihm mißfallen könnte." Möchte doch jederChrist mit gleicher Ehrfurcht gegen seinen heiligen Schutzengelerfüllt sein und sich hüten, ihn nicht durch schwere Sündenzu betrüben oder gar von seiner Seite zu verscheuchen!
Legende: Die heilige Bathildis, Königinvon Frankreich, (fl 680.)
Diese Heilige hatte gleichfalls stets eine tiefe Ehr-furcht gegen die heiligen Engel, die sie daher wunderbar
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dnrch's Leben und nach dem Tode selbst in den Himmeleinführten. Sie war in England geboren-und schon in ihrerzartesten Kindheit von einem fränkischen Edelmanne alsSlavin erkauft. Ihre Tugend und Weisheit erwarben ihrbald die Hochachtung ihres Herrn in einem so hohen Grade,daß er ihr die Leitung seines Hauswesens anvertraute.Als bald hierauf König Chlodwig II. ihre ausgezeichnetenTugenden kennen gelernt hatte, wählte er sie zur Ge-mahlin i. I. 649. -Bathildis war nun Königin; al-lein diese Erhöhung benahm ihr Nichts von ihrer De-mnth; sie blieb auch dieselbe treue und demüthige Die-nerin des Herrn, wie früher und benützte ihren Einflußauf den König nur dazu, diesen zur Gottseligkeit anzu-leiten und zu edlen Handlungen zu begeistern. Alleinschon im sechsten Jahre der Ehe verlor sie ihren Gemahldurch den Tod. Mit Klugheit verwaltete sie nun dasReich und besorgte mit allem Eifer die Erziehung ihrerdrei minderjährigen Söhne. Als aber der älteste der-selben, Notar, im Stande war, die Regierung zu über-nehmen, nahm sie 665 den Schleier und verlebte vollefünfzehn Jahre im Kloster; sie verrichtete in ihrer De-muth die niedrigsten Dienste und pflegte mit besondererLiebe die Kranken. Endlich kam der Tag der Vergel-tung. Sie sah im Traume, wie sie von den EngelnGottes in den Himmel begleitet wurde, und bald daraufentschlief sie selig im Herrn 680.
Gebet. Sende uns, o Gott! deine heiligen En-gel, auf daß sie unsere Schritte leiten auf den Weg zurTugend und uns einst, wie deine treue Dienerin Bathil-dis, einführen in deine Herrlichkeit. Durch Christumunfern Herrn. Amen.
Sechsundzwanzigstes Lesestück.
Am Feierabende des 26 . Januar.
Die gefallenen Engel in der Hölle oder die bösen Geister.
Fr. Blieben alle Engel gut und glücklich?
Antw. Nein; viele Engel empörten sich aus Stolzwider Gott und wurden deßhalb aus dem Himmel ver-flossen. Man nennt sie böse Engel, Teufel.
Belehrung. Die heilige Schrift erzählt uns diesen fürch-terlichen Fall der Engel auf folgende Weise: „Luzifer, dervollkommenste und herrlichste unter den Engeln Gottes, dergleich dem Morgensterne aufging, (daher Lucifer, Lichtbrin-ger), sprach in seinem Herzen: „Ich will hinaufsteigen inden Himmel und meinen Thron über die Sterne Gottes er-heben; ich will mich über die Höhe der Wolken erschwingen,und dem Höchsten will ich gleich sein!" — Da erhob sichein großer Streit im Himmel. Michael und seine Engelstritten mit dem Drachen, und der Drache stritt sammt seinen