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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
Seite
409
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Pacht a.

Hier war das heil'ge Leben nicht willkommen,

Der Herr hat Licht gegeben, Licht genommen!

Tclka. '

Verhüllet sie, der Tag wollt untergehn,

Wir sollen einsam in der Nacht noch stehn!

L, hussa.

Nimm hin, du Braut des Todes, meinen Kranz.

(Sie legt ihren Kranz auf die Bahre.)P r i m i s l a u s.

Ich decke dich mit meiner Blumen Glanz!

(Legt seinen Kranz auf sie.)

. ctk n.

Du Herz voll Güte, das in Lieb' verglühte,

Ich schmück dich mit der Wolkenbeere Blüthe,

Die mir umkränzend meines Berges Rand,

Ich auch nach mir Tettinbeere genannt!

(Sie legt den Vlüthenstrauß auf sie, und spricht mit steigenderBegeisterung.)

O schlummre ewig nicht, du süße Magd,

O sei ein Mond, ein Stern, bis es einst tagt!

Dein Grab reißt zwischen Finsterniß und Licht,

Zum Abgrund eine brückcnlose Kluft,

Die meiner Seele ird'sche Laufbahn bricht.

Ich baue zu Tettin dir eine Gruft,

Dort will ich um dich weinen, um dich klagen,

Bis Schmerzen mich wie Flügel zu dir tragen.

Tettin, ich sehe dich im Lichte ragen,

Du wundervolles, trauervolles Haus!

Von deinen Zinnen fliehen Tauben aus,

Und schimmern in der Sonne mit den Flügeln,

Es weidet fromm ein Lamm an deinen Hügeln,