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6 (1852) Die Gruendung Prags
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Dich in mein wildes Vaterland zu führen!

Sollst du die Felsen zum Gebete rühren?

Schwarz deckt die Nacht des Heidenthums dies Land,

Ein Schimmer liegt kaum auf der Höhen Rand.

Gleich einem reifen Stern dringst du hervor,

Wer trägt dich hier, wer hält dich hier empor?

Wer hebet dich zum Himmel aus dem Thal?

Daß du mit deines Lichtes sel'gem StrahlDie Bahn erleuchtest vor des Herren Füßen,

Der Alle will mit seinem Heile grüßen.

Ich höre rings der Heiden wilde Weisen,

Marzana werfen sie zum Fluß hinabUnd toben singend um der Ältern Grab;

Die rohen Stimmen mir das Herz zerreißen.

Es ist, als hörte ich die Hämmer schwingen,

Als schmiedeten sie gegen mich die Klingen.

Mein Gott, mein Gott, ich will ja gerne sterben,

O laß nur sie ein christlich Grab erwerben.

O Frühling, v du holdgeschmückter Mai,

Durchdränge mich, mach mir die Seele frei.

Sprich zu mir, Weltgeist: Pachta, fasse Muth,

Wer kann dir nehmen des Erlösers Blut!

Lib rissen'S Mägdlein ohne Wlasta ziehen über die Bühne, sie hubengrüne Kränze in den Händen.

Marzana, Marzana!

Wir treiben dich aus,

Der Tod ist versunkenIm Wogen-Gebraus!

Wir trieben den Winter,

Den Tod aus dem Haus;

Nun reicht uns der FrühlingDen blühenden Strauß!

(Sie bilden einen Kreis)