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6 (1852) Die Gruendung Prags
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PrimisIans (bringt den Pflug, und stürzt ihn um).

Des Fürsten Tisch wird nun des Bauers Pflug,

Kommt, eßt mit eurem Herrn, er hat genug!

(Er setzt Mcth, Brod und Früchte auf.)Druh an.

Am Eisentisch, sprach sie, o wunderbar!

Wird er euch laden zu dem mäß'gen Mahl!

P r i IN i s i ü U s (in eine frohe Stimmung übergehend).

Sprach so Libussa, nun, so sprach sie wahr!

So esset dann, es ist das letzte Mahl,

Nicht geh' ich mehr durch dieses Hauses Thüre,

Nicht zu dem Feld, das dieses Brod mir brachte,

Die Bienen, deren Fleiß den Mcth mir machte,

Nun ihre Königin allein regiere.

Was ich gethan, ihr Götter, war vergebens,

Ich stehe auf dem Gipfel meines Lebens!

Der Becher aber steht in Gottes Hand,

(Er ergreift den birkenen Becher.)

Er leeret ihn, er füllet ihn zum Rand.

O lasset mir ein Abschiedslied ertönen,

Die heimathlichen Götter zu versöhnen!

Druhan.

^ Stille Flur, ihr grünen Matten,

Hütte, die er selbst gebaut,

Wo durch heil'ger Eichen SchattenIhm die Sonne zugeschaut!

C hobst.

Büsche, wo auf weichem Moose,

An der Quelle Blumensaum,

Ihn der Duft der wilden RoseEingewiegt in süßen Traum!