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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
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IM«

Richt deine Seele auf, vertraue mir,

Es sendet mich Libussa jetzt zu dir.

M in sta.

Wie träumend von dem Ast ein Vogel fällt,

So warf ihr Wort mich in die öde Welt,

Ich flattre einsam nun und ungesellt.

Was mag draus werden, sieht mich so die Welt?Was ist die Welt? wer schuf sie unbestellt?

Die Liebe schuf sie, die mich so entstellt!

Stratka.

Libussa sprach:Sie fühlet wie mein Herz,

Aus Wlasta's Brust schrie nur Libussen's Schmerz!"

WIast n.

Dann wehe mir! es war mein eignes Leid!

Sie war unschuldig, weh, ich ging zu weit! (Si- weint.)S i r a l k a.

Wie redest du?

W last».

Ich liebe Primislaus.

Sie wußt es nicht.

StraIka.

In Thränen brichst du aus.

O Wlasta! liebest du, sprich, ist es wahr?

Wlasta (heftig, ihrer Thränen sich schämend).

Wahr, wahr, wie diese Thränen, diese Wuth,

Wie meines Herzens grimmer Durst nach Blut!

Ktratka.

So denke meines Schicksals hier im Hain,

Und meines Fluches hier am Siegesstein.

Auf! Wlasta, auf! ein Fluch, ein kühner Sprung,Und du bist wieder frei, bist wieder jung.

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