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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
Seite
289
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28N

L i l> u s s a.

Doch Vorsicht kettet fest das Rad und schleiftDen Wagen an dem Abhang sicher nieder.

Ich sage euch, treibt dieses Rad nie wieder,

Leicht wird der Kinder Spiel ein Bild der Zeit,

Wenn Krieg sie spielen, ist der Krieg nicht weit.

Mlasta.

Ich glaubte in dem Arm des Schlummers dich,

Und fühl von frühem Gang dein Haar bethaut.

L i 0 u s s a.

Der Männer Toben trieb vom Lager mich,

Ich habe spähend in die Zeit geschaut.

n> lasta.

Und war die künft'ge Zeit der Jungfrau günstig?

Li t> u ssa.

Braut ist die Jungfrau, denn die Zeit ist brünstig.

Kommt, Kascha, Tetka, sitzen wir hier nieder,

Ein solcher Morgen kömmt mir nimmer wieder!

Tetka.

Ihr Mägdlein, singet nun ein ernstes Lied,

Indeß Libussa in den Morgen sieht.

(Sie setzen sich vor die Vatrgrotte, die Mägdt-in umgeben fie.rSch ark a.

Singet nun, singet nun das neue neue Chor,

Wie als Braut Triglawa trat an's hohe Himmelsthor,

Wie die Stcrnlein, sie zu sehn,

Singend vor der Kammer stehn.

L h c> r.

Dein Schleicrlein weht, dein Schleierlein weht,

Die Thränen des Thaues, die weinest du zu spät!

VI. 19