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Eh' sie ihn findet, wird so hoch er steigen,
Daß ihre Künste nie mehr ihn erreichen.
Den Göttern ist sie eine alte Magd,
Die täglich ihre finstre Kammer fegt,
Und nur den Unterird'schen, deß sie pflegt,
Mit allen Falten ihrer Laune plagt.
Wie bange ihr um ihre Götter ist,
Die nichts ihr geben als ein wüst GenistVerwirrter Künste und unsel'ger List,
Unsichre Formeln, tausendfach bedingt,
Daß selten ihr der Zauber ganz gelingt.
(Sle stößt in die Trompete, als sie der Männer Hornruf in derGegend schallen hört. Stratka, Scharka mit denMägdlein steigen während ihrer letzten Rede von der Burgnieder.)
Der Unterirdischen, Unwilligen,
Der Zänker Dienst will sie nur billigen.
Fremd ist ihr Lado, die nur freundlich blickt,
Und Lel, der süße, der die Pfeile spickt,
Doch ich folg ewig treu der Göttin Winken;
Und wenn auch rings die Tempel alle sinken,
Im heil'gen Hain ein Sturm aus andrer WeltDie Säulen tausendjähr'ger Eichen fällt,
Bleibt, Krasnipani, dir des Menschen BrustZu offnem Dienste und geheimer LustEin ewiges geschmücktes Opferzelt.
Klratka (Scharka und die Dirnen).
Die Nacht war stürmisch und voll bösen Wettern;
Kaum schüchtern schlummernd auf des Morgens FlügelLöst Kikimora seiner Träume Zügel,
So raufet weckend der Trompete SchmetternDem Gott die thaubeträuftcn Locken aus.
Was treibet, Wlasta, uns so früh heraus?