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6 (1852) Die Gruendung Prags
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Viwog.

Halt, steht, verlasset lärmend nicht den Plan!

Libnssa sieht, die Götter schaun sie an!

Filiussa.

Ja wahrlich, wahrlich, sieh, es kommt die Zeit,

Die Eiche Slawosch's rauschet über mir,

Die Nachwelt tobt im Zorne wild entzweit,

Es kämpft wie Santowid der starke Stier,

Er trägt allein der grimmen Feinde Streit,

Die Eiche deckt ihn, er sinkt unter ihr! -O liebe dich, mein Volk, die Kämpfer sterben,

Ein redend Grab dem Nachruhm zu vererben!

Ich sehe mit dem Kelch das blinde KindBei dieser Eiche von der Mutter gehn,

Es schießt empor, gleich einem Wirbelwind,

Und alle Thürme seh ich niederwehn,

Ist gleich der Zorn blind, und das Schicksal blind,

Kann doch kein Hälmlein vor ihm sicher stehn!

O liebe dich, mein Volk, und halte Frieden,

Der Nachwelt ist ein hartes Loos beschieden!

Doch nieder wend' ich die erschreckten Augen,

Denn milder als die Menschen ist die Erde,

Sie thut sich auf, die heißen Quellen rauchen,

Ein ew'ges Heil der kränkenden Beschwerde,

Wer wird zuerst/ zuletzt in's Heil sich tauchen?

Daß er geheilet und geheiligt werde;

O liebe dich, mein Volk, dich liebt der Grund,

Betritt ihn fromm, so macht er dich gesund.

(Die unterbrochene» Märsche fallen ein, der Vorhang fällt.)