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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
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Diwan

(tritt durch die Menge, er trägt einen lebendigen Eber, wie Hirten die Lämmerüber dem Nacken).

Wer bricht der Götter Fried', Libuffen's Zucht?

Nozhon.

Verfluchte Zucht, die so die Männer zieht,

Nothzucht, Unzucht, die auf den Männern kniet.

Laßt, laßt mich los, ihr männcrtollen Metzen.

Diwog.

Noch so ein Wort, ich reiße dich in Fetzen,

Ich schlag den Eber hier auf dir zu Tod!

Li l> u ss a

Laßt ihn, laßt ihn, klag Rozhon deine Noth!

Uazhon (immer noch von den Dirnen gehalten).

Ihr slav'schen Männer, seht mein Elend hier,

Mich halten Dirnen, es gestattet mirDie übermüth'ge Dirne hier die Rede,

Die anders nicht beschaffen ist als jede.

Jn's Bad, ihr Männer, mit dem Weiberkönig!

Bei'm Peron! steht ein Weib, so weiß sie wenig,

Und liegt, wie diese hier, sie gar auf Kiffen,

So mag sie gar nichts, als nur eines wissen,

Ihr Recht zu fordern, eh', als Recht zu geben.

Kein Weib gab Recht dem Manne je im Leben.

Ja all ihr Wesen ist ein Widersprechen,

Denn sie zu stärken, darf man sie nur schwächen.

Lang Weiberhaar, und kurzer Frauensinn,

Jn's Haar, in's Kraut schoß ihnen der Verstand,

Die Spuhle geben sie dem Manne hin,

Und nehmen selbst den Zepter in die Hand.