Druckschrift 
6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
Seite
92
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S2

Ich sehe einen Berg gen Mitternacht,

Wo fremd ein Volk nicht unsrer Zunge wohnt;

Wie schimmert ihm der Schooß, wie silbern lachtSein Herz gleich einem vollen Erdenmond!

Dort thut sich auf ein unermcßner Schacht,

Dort ist der Thron, wo recht das Silber thront,

Ich höre, wie der Hammer fleißig schlägt,

Ich seh die Münzen rollen, die er prägt.

Ich sehe rings der Mittelberge Schooß,

An Zinn und Eisen, Blei und Kupfer voll,

Und Edelsteine brechen funkelnd los,

Und Perlen spielen in dem Flußgeroll.

Des Landes Herz ist so an Reichthum groß,

Daß Erd' und Himmel in ihm überquoll.

O slavisches Volk! beginne deinen Lauf!

Rings jauchzet dir der Grund Glück auf! Glück auf

Chor von Männern.

Glück auf! Glück auf!

O lehr' uns den Lauf!

Wir bringen das Gold dir,

Die Sonne des Abgrunds;

Wir heben das Silber,

Den Vollmond der Tiefe;

Das Kupfer, das Eisen,

Die Sterne der Erde,

Zum Tag dir herauf.

Glück auf! Glück auf!

Fibula (erhebt sich aus ihrer Schwestern Arme»).

Was singen diese Männer? Warum hattetIhr in den Armen mich, da ich erwacht?