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6 (1852) Die Gruendung Prags
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O wehe leiser, hcchgewölbte Stille,Sehnsücht'ger, Säulenchor, zum Himmel steige,Du kühner Bogen, frommer sei dein Wille,Und nieder, Andacht, dich vom Altar neige,Die vor dir sinnt, der freundlichen Sibylle,Reich, o Betrachtung, deine Palmenzweigc,Wo Sie gestanden, bist du Tempel, Erde,Der Tempel heiligster mir dieser werde!

So war der Abend mir, in Ehrfurcht trunken,Hinabgezogen mit dem Tag und Ihr,

Verheißender schon traten SternenfunkenAus allen Himmelstiefen. Mit BegierBin ich am Berg Libussa's hingesunken,

Aufsinnend in des Äthers helle Zier,

Ich stand und sann bis zu des Morgens Scheinen;Libussa konnte Sie allein nur meinen!

Und wahrlich, wahrlich! meine Lieder fandenIn Dir, die mir die Seherin verhießen,

Du höchste slav'schen Stamms hast hier gestanden,Dir durfte sich die Aussicht hier ergießen,

Die Stadt, die hier Müssen einst erstanden,Durft hier auch Deinem Sehcrblick entsprießen.So sprach sie wahr; ich knie vor Dir nieder,Vom Sänger der Libussa nimm die Lieder!

Im Monat Juni 1813.