außerordentlichen Vorfall bcrarhschlagen wollte, bemerkte man,daß dieses in Gegenwart von Fremden durchaus nicht angche.Allein die Garden wollten Niemand erlauben, das Zimmer zuverlassen. Endlich ward man aufmerksam, daß die in das Er-frischungs-Zimmer (a Is buvette) führende Thür noch nicht be-setzt scy. Die Fremden zogen sich hierauf durch diese in dasZimmer Ludwigs d. H. zurück, wo sie die ganze Nacht cingc-schlosscn blieben. Als man sich anschickte die Bcrathschlagunganzufangcn, klopfte der Capitain D'Agoust an der Thür desSecrctariats, und verlangte den Präsident Gourgues (welcherwegen Abwesenheit des ersten) den Vorsitz führte, allein zusprechen. Als dieser sich an die Thüre der Kammer verfügte,meldete ihm D'Agoust, er sey mit Befehlen des Königs beauf-tragt, und verlange für seine Person allein in die Kammer ge-lassen zu werden. Man bemerkte ihm, daß er der Sitte gemäßsich vorher an die Beamten der Staatsbehörde wenden, undvon diesen angckündigt und cingcführt werden müsse, woraufdann diese Formalität durch den General - Procurator erfüllt,und der Herr D'Agoust (le rieur ll'^goust) cingeführt ward.Dem Parlament war der Inhalt und die Form der Befehle,die derselbe überbrachte, unbekannt. Auf jeden Fall glaubteman, sie sepn an das Parlament gerichtet, und darum hatteman wie gewöhnlich dem, der sie übcrbrachte, einen Platz zwi-schen den beiden jüngsten Räthen (neben der Stelle, wo derGerichtssccrctair saß) angewiesen. Allein D'Agoust las sogleichein an ihn gerichtetes Schreiben des Königs vor, wodurch ihmbefohlen ward, die beiden Parlaments-Räthe Duval (D'Eprö-mcsnil) und Goislard in der großen Kammer oder wo sonstimmer zu verhaften, und sie den Beamten der Vogtei des Pal-*lastes auszuliefcrn. Nachdem D'Agoust diesen Befehl vorgelcsen,forderte er den Präsident auf, ihm die beiden Räthe zu über-geben. Dieser erwiderte, daß gemäß der Sitte, die der Hofzu allen Zeiten und in allen Fällen beobachtet habe, derselbevorher über die Sache bcrathschlagen müsse. Der Capitainantwortete mit Härte, er verstehe sich nicht auf ihre Formen.Sein Befehl laute, die beiden Räthe auf der Stelle zu verhaf-ten; man möge sie ihm daher ansliefcrn. Es ward ihm dar-auf bemerkt, daß fein Befehl den Ausdruck »auf der Stelle«
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