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12 (1830) W bis Z
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stcus in Deutschland) diese Zwischenzeit gewöhnlich durch Instrumentalmusik, welcheaber selten der Handlung des Stücks recht angemessen ist, ausgefüllt. Dahernennt man auch die Musikstücke (und vorzüglich die eigens hierzu componirken,z.B. von Liudpaintner), du.ch welche jene Zeit ausgefüllt wird, Lntre-aeto» (Zwi-schenacte). Bei Opern und großen panlom. Ballets fallt dies jedoch in Deutsch-land in der Regel weg, um die Zuhörer nicht mit Musik zu überladen. In Frank-reich finden auch bei den Opern solche biutro-sotv!, statt, welche vom Componistenals eine Art kurzer Ouvertüren oder Einleitungen mit charakteristischer Beziehungauf die Handlung des folgenden Acts dazu componirt werden. Zweck und Bestim-mung dieser Zwischcnacte ist: dem Zuschauer oder Zuhörer eincn Ruhepunkt zu ge-ben, um durch zu anhaltende geistige Anstrengung nicht Überspannung oder Er-schlaffung zu erzeugen, zugleich aber auch einen leisen Nachklang der durch das-Vorangegangene erregten Gefühle zu erhalten, und das Gemüth in eine für dasNachfolgende empfängliche Stimmung zu versetzen und darauf vorzubereiren. Mansuhl hieraus, in welcher genauen Verbindung diese Zwischenmusik mit dem Gan-zen steht, und wie bedeutend dadurch der Eindruck desselben unterstützt oder (durchunzweckmäßige Wahl derselben) gestört werden kann. Hieraus entspringt daher dielo bedeutende und unerläßliche Verpflichtung für jeden Orchesterdirigenten einesTheaters, in der Auswahl dieser Zwischenmusiken sehr behutsam und mit steterRücksicht auf den Inhalt und Charakter der Darstellung überhaupt, und auf denAusgang der vorhergehenden und den Anfang und Inhalt der folgenden Abtheilungdes Stücks insbesondere zu Werke zu gehen. Denn welchen störenden, widrigenEindruck es macht, wenn z. B. ein Äct eines Stücks mit Verzweiflung oder Trauerschließt, und nun unmittelbar, während die Mitempsindung des Zuhörers noch involler Thäligkeit ist, das Orchester mit einem lustigen Rondo, einer Symphonie re.einfaUl und so jeden Nachklang der vorher erregten Gefühle gewaltsam erstickt, da;von kann man sich fast in jedem Theater überzeugen. Vormals wurden bei denItalienern die Zwischenacte der sogen, großen (d. h. ernsten) Opern durch Balletsoder durch kleine Zwischenspiele, die man Jntcrm czzi (s.d.) nennt, ausgefüllt.Wahrend des Zwischenactes sollte eigentlich, wie bei den Alten, die Handlung desSchauspieles nicht fortschreiten; das neuere aber spielt oft noch hinter dem Vor-hänge fort. S. Cailhava'sArt äs la comärliel, 16, und Diderot'«Diso,ile In poäsie «Irnmutiguv', Cap. 14.

Zwischenhandel ist derjenige Handel, in welchem ein Land die Erzeug-nisse eines andern an ein drittes Land absetzt.. Er beschäftigt sich daher bloß mit demUmtausche ausländischer Erzeugnisse gegen einander, ohne oen Produceutcn deseignen Landes Absatz, oder de» Consumcnten desselben Zufuhr zu verschaffen. S.Rau'sVolkswirthschafislebre", tz. 432 fg. Gegen den Zwischenhandel der Hol-länder war Cromwell's Navigationsacte (s. d.) gerichtet.

Zwischemmittcl sind in der Chemie im Allgemeinen solche Substanzen,welche eine sonst nicht stattfindende Verwandtschaft vermitteln; Ol z. B. läßt sichunmittelbar nicht im Wasser auslösen. Har man aber das Öl, durch Verbindungmit einem Laugensalze, zu Seife gemacht, so erfolgt die Auslösung, und das Lau-gknsalz ist das Zwischenmittcl der Verbindung geworden.

Zwischenräume der Körper, s. Poren.

Zwischenspiel (lnterlmlium) nennt man bei dem Chocalspiel auf derOrgel diejenigen kurzen Sätze oder Accordfolgen, wodurch man von einer Verszeiledes Chorals, auf welche ein Nuhepunkt der singenden Gemeinde fällt, zu demTone und Accorde, mit welchem die folgende beginnt, überleitet; auch dehntman diesen Ausdruck auf den Satz oder die Accordfolgc aus, durch welche man 2Strophen des Liedes verbindet. Letzteres ist unwesentlich, ersterrs aber, um Lückenzwischen den Absätzen der Melodie zu vermeide», zweckmäßig; nur dürfen sic keine