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12 (1830) W bis Z
Entstehung
Seite
580
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580 Zwischenact

biets entwerfen mußten, damit diese einen richtigen Begriff von Z. 's Lehren bckä-n,en, fallt in ebendasselbe Jahr, und halte die Entfernung alter Werke der bilden-den Künste aus den Kirchen der Stadt Zürich und ihres Gebiets, sowie 1524 die s.Abschaffung der Messe zur unmittelbaren Folge. A. trat in eben diesem Jahre in Hden Ehestand mit der schon 43jähr. Anna Reinhard, der Witwe des Junkers ^Meyer von Knonvw, gab im folgenden sein Glaubensbekenntnis? von der wahrenund falschen Religion heraus und hatte somit in wenig Jahren das ReformationS-wcrk in seinem Vaterlande auf einen ziemlich festen Fuß gebracht. Mit Elser fuhrer in demselben fort, und die Obrigkeit zu Zürich, die ihn immer sehr thatig unter- fstützt hatte, schaffte jetzt die Belteimönche ab, zog die Ehesachen vor die weltlich«,Gerichte und ordnete eine bessere Verwaltung der Kirchengüter an. Z. war mit sLuther und den übrigen deutschen Reformatoren völlig einig. Er nahm, wie sie,die Bibel zum einzigen Entscheidungsgrunde an, verwarf alle menschlichen Zusätze,bestctt die Herrschaft und den Eigennutz der Geistlichkeit, sowie den Aberglauben,mit Kraft und Erfolg, und wollte mil einem Worte die christl. Kirche wieder aufdie Einfalt der ersten Jahrh. zurückgebrachl wissen. Nur in einigen Punkten,von welchen indessen die Lehre von der Gegenwart Christi im Abendmahl« der ein- >zigc wichtige war, da die andern fast sammklich Gegenstände der Liturgie bekrafeu, -war seine Ansicht von der ihrigen verschieden. Um auch diese Verschiedenheit in derLehre vom Abcndmahle und eine seit 1524 ausgebrochene Absonderung der beidenneuen Religionsparteien Luther's und Z.'s zu heben, wurde» m Landgr fen zuHessen, Philipp dem Großmürhigen, eine Zusammenkunft zwischen den sachs. und -schweizerischen Reformatoren 1529 (1. öi.Oct.) zu Marburg veranstaltet. Von siSeiten der Erstem erschienen als Hauptpersonen Luther und Mclanchthon, von uSeiten der Schweizer A. und Okolampadins. Man unwrredete sich mit Sanft- !Mitth, und besonders behandelte der sonst so heftige Luther den roackern Z. mit brü-derlicher Liebe. Ob nun zwar der Endzweck einer völligen Vereinigung nicht n-reicht wurde, so kam doch so viel zur Wirklichkeit, daß man einen Vergleich zu r!Stande brachte, in dessen 13 ersten Artikeln man vollkommen übereinstimmend die 1i-orncbmsien Glaubenslehren festsetzte, und im 14. versprach, daß, wcnngleicl, mau ^nicht übereinstimme, ob im Abendmahle der wahre Leib und Blut Christi gegenwä,- ><ig sei, man sich doch gegenseitig mit christl Liebe begegnen wolle. 1531, als im !vorheegcgangcnen I- Z. einigen Verfolgungen und persönlichen Nachstellungen nur !mit Mühe entgangen war, brach ein offener Krieg zwischen Zürich auf einer, undden kathol. Cantons Luzern, Schwyz, Uri, Unterwalden und Zug auf der ander»Seite aus, und Z. mußte, ans Befehl des züricher Raths, mit dem Banner deS -Cantons, dessen Führer jederzeit ein Geistlicher war, zu Felde ziehen. Es kam am ^11. Oct. zum Angriff, und Z riefs. Landsleuten zurGott zu vertrauen'. Daober die Gegner den Zürichern mehr als doppelt überlegen und auch besser angeführtwaren, so wurden die Letzter» geschlagen, und Z. war unter Denen, die im Kampfe ^den schönen Tod für das Vaterland starben. Durch Calvin erhielt hernach daS ;resormirle Glautzensbekenntniß die Gestalt, die es noch jetzt hat. S.Zwingli sLeben" von Rotermund (Bremen 1818). Z 's sammtl. Schriften im AuSuigehaben Usteri und Vögelin herausgegeben (Zürich 1819 fg., 2 Bde. in 4 Abld.j.Pfarrer Schiller und Prof. Schulles gaben den gesammken schrifcl. Nachlaß Z.'s ,(Zürich 1828) heraus. IVr. ^

Zwischcnact (I'.ntre -uotv) nennt man bei theatralischen Vorstellungendiejenige Zeit, welche entweder zwischen 2 verschiedenen Stücken, oder zwischenden verschiedenen litten eines Stücks verläuft. In Deutschland wird während dle-iee Ze't jedesmal der Vorhang berabqrlassen, welches aber l» Frankreich nicht, odernur dann geschieht, wenn während dieser Zeit die Dekorationen zu verändern, oderVerkehrungen zur sorgenden Abtheilung auf der Bühne zu tr-ffen sind. (S. Scha"- 'sspiel und Act.) Bei Dramen, Schauspielen, Lustspielen u dgl. wird (wring-