Druckschrift 
12 (1830) W bis Z
Entstehung
Seite
445
Einzelbild herunterladen
 

Z Zabiello (Michael, GrafJoseph) 445

Ehrgeiz verwickelte ihn in die Unruhen, welche den kleinen Freistaat erschütterten,der ihn endlich 1782 als einen seiner gefährlichsten Bürger verbannte. Nach derRevolution im Jan. 1789 kehrte er zurück und wurde Staatsrath. Als er aberdurch die Verhandlungen mit dem franz. Gen. Montesquiou (zu Landecy, 2.Nov.1792) die Einmischung der franz. Republik in die inner» Angelegenheiten Genfsnicht beseitigen, und n ch dem Siege, den di demokratische Partei daselbst erlangte,keine Rolle mehr in seiner Vaterstadt spielen konnte, so begab er sich nach England,von wo er bald mit dem Lord Eardley, defsep Führer er war, mehre Reisen in Eu-ropa machte. Unt.rdefsen war Genf 1798 mit Frankreich vereinigt, er selbst aber,nebst noch 2 andern genfer politischen Schriftstellern, Mallet du Pan und Jacq.Ant.Durovcray, für unfähig erklärt worden, je franz.Bürger werden zu können. NachBeendigung s. Reisen ließ sich F). in England nieder und gab politische und literar.Schriften heraus, in welchen er seinen Haß gegen Frankreich nicht ohne Scharfsinnund Beredtsamkeit anssprach. Dies erwarb ihm die Gunst der britischen Regierung,die ihm den Titel eines Ritters ertheilte. Nach dem Umstürze der kaiserl. Regierungin Frankreich 1814 ernannte ihn die Republik Genf zu ihrem Gesandten in London,d nn begab er sich in derselben Eigenschaft auf den Eongreß zu Wien. Als Napo-leon 1815 das zweite Mal abgedankt hatte, kehrte er nach Genf zurück. Unter denSchriften des Ritters d'P. sind s.köllexions nur I» Auerre", worin er dieNochwendigkeit zeigte, Frankreich i» seine alten Grenzen zurückzuführen, undf ,,'1'»I>!oau lies pertos gire la rövoliition et Io Auorro »nt eansöe» »u pouplozu bemerken. Die übrigen Schriften des Ritters haben größtentheilSihr Interesse verloren, da sie sich nur auf vorübergegangene Verhältnisse, Bud-gets rc. bezogen.

l Z.

der 25. Buchstabe d.s deutschen Abc (wenn man das B nicht zählt) und derhärteste unter den Sauselauten.

Zaar, Zar (Ezar), ein Titel der Beherrscher Rußlands. Das Wort istaus der alten slawonischen Sprache und bedeutet so viel als König; der Kaiserwird in eben dieser Sprache Kessar genannt. Bis zum 16. Jahrh. hießen dieBeherrscher der verschiedenen russ. Provinzen Großfürsten (Weliki Knaes), und sogab es Großfürsten von Wladimir, Kiew, Moskwa rc. Der Großfürst Wastleknahm zuerst (1505) den Titel Samodersheta an, welches ebenso viel als das griech.Wort Autokrator bedeutet, und im Deutschen durch Selbstherrscher ausgedrücktwird. Wasilei's Sohn, Iwan 11, nahm 1579 den Titel eines Zaar von Moskwaan, den seine Nachfolger lange fortsührten. 1721 wurde Petern 1. vom Senateund der Geistlichkeit im Namen der russ. Nation der Titel eines Kaisers von Ruß-land beigelcgt, wofür im Russischen das lat. Wort lmporator gebraucht wird. Ver-schiedene der größern europäischen Mächte weigerten sich bis gegen die Mitte des vor.Jahrh., diesen Titel anzucrkennen. Der älteste Sohn und muthmaßliche Thron-D folger des Aaars ward ehemals Zarewiz (Sohn des Zaars genannt); aber mit demf Tode des unglücklichenAlexei, Sohns Peters I., hörte dieser Titel auf, und diekaiserl.f Prinzen wurden alle Großfürsten genannt. Kaiser Paul l. führte (1799) den Titeln Zarewiz (oder Eesarewitsch) für seinm zweiten Sohn, den Großfürsten Konstantin,>?, wieder ein. Auch die ehemaligen Fürsten der dem russ. Scepter nun unterworfe-nen Länder Trusten (Georgien) und Jmiretle nannten sichZaare.

( Zabiello (Michael, Graf), aus einem alten lithauischen Geschlecht?,

j war von Jugend auf Soldat und machte sich 1792 als polnischer General in dein