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12 (1830) W bis Z
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Zugvögel

Zumsteeg

ken. Einen großenRaum des Landes nehmen der Zuger- und der Egmsee ein. DieEmtv. beschäftigen sich fast ausschließlich mit Viehzucht und Obstbau. Das Volkbesitzt die höchste Macht und übt sie theils in der Landcsgemeinde, theils in den ver-fassungsmäßigen Gemeinden, deren Abgeordnete im dreifachen Landratbe sitzen.Der dreifache Landrath ist die gesetzgebende, und der Cantonsrath die vollziehendeBehörde. Zum Bundesheece stellt der Canton 250 M., und der Geldbeitrag be-sieht aus 1250 Schweizerfranken. Der Hauptort ist die Stadt Zug, mit 2800Einw., am Zugersee und am Fuße des Zugerberges, in der angenehmsten Lage, vonblumenreichen Wiesen, Obstgarten, kleinen Weinbergen und schönen Landhäusernumgeben. Den See begrenzt gegen Mittag der Rigi, hinter ihm steigt der Pilatusauf, und in der Ferne ragen die beschneiten Gipfel der bernischcn Hochgebirge hervor.

Zugvögel, s. Vögel.

Zuid ersee (Südersce), ein Meerbusen (57 UM.) der Nordsee, von dminederländ. Provinzen Holland, Oberysscl und Friesland rc. umgeben. Früherscheint er ein See gewesen zu sein, dessen nordwestliches Ufer von den Wellen ver-schlungen wurde, wie man aus der Lage der Inseln Texel, Vlieland und der Sand-bänke schließt, welche an seinem Eingänge die Schifffahrt sehr unsicher machen.Der Handel von Amsterdam beruht vornehmlich auf seiner Lage an der Zuidersee.Im Süden steht der Busen mit dem harlemer See (Meer) in Verbindung. Unterden sich hineinergießenden Flüssen ist die Pffel der größte. Die große Fläche machtbei Stürmen die Schifffahrt für kleine Fahrzeuge sehr gefährlich. Indessen ziehtman den Weg über ihn vom südlichen Holland nach Friesland vor, um den Umweglängs der Käste zu ersparen. Das V, der Pampus, sind Theile des Zuidcrsecs, wo-vcn das erstcre ein Busen ist, zu welchem der Letztere als Meerenge führt. Das Vmacht die Verbindung mit dem harlemer Meere.

Züllichau, Kreisstadt im Regierungsbezirke Frankfurt der prcuß. Pro-vinz Brandenburg, liegt 24 Meilen von Berlin, 1 Stunde von der Oder, hat4700 E., ein Schloß und ein mit einer Erziehungsanstalt und seit 1766 mit einemPädagogium verbundenes Waisenhaus, welches von dem Nadlermeister Steinbart1719 gestiftet worden ist. Es blüht unter der Leitung des HvfrathS Sleinbart.Auch befindet sich hier ein Schullehrerseminar und ein Postamt. Züllickau batWeberei, Gerberei», a.Fabriken. Esgehörtenebst demzüllichauerKreise(14 ssssM.,30,000 E.) zu dem Herzogthum Krossen, das 1538 an Brandenburg kam und mitder Neumark verbunden wurde.

Zumsteeg (Johann Rudolf), der berühmte deutsche Licdercomponist,Sohn eines würtembergischen Kammerlakaicn, wurde 1760 zu Sachscnflur imSchüpfergrunde im Rittercanton Odenwald geb. und auf Bitten seines Vatersspäter in die militairische Pflanzschule auf der Solitude bei Stuttgart ausgenom-men. Anfänglich bestimmte man ihn zum Bildhauer, aber sein musikalisches Ta-lent sprach sich zu deutlich aus, als daß man hätte anstehen können, ihn von einerBahn zurückzuhalten, auf der er in der Folge mit so vielem Beifall wandelte. Dieherzvgl. Capelle war damals reich an vorzüglichen Mitgliedern, Z. genoß den Unterricht der vorzüglichsten Meister mit vielem Erfolge. Schon während seiner aka-demischen Laufbahn componirte er mehre Singspiele, Cantaten und die Gesänge zuSchiller'sRäubern", dessen Jugendgefährte und vertrauter Freund er war. 'Alser hierauf als Violoncellist bei der herzogl. Capelle angestcllt wurde, componirte erKlopstock'sFrühlingsfeier", eine Messe und mehre Balladen und Lieder, wodurcher sich den Beifall des Hofes und des Publicums in dem Grade erwarb, daß ernach dem Abgänge des Capellmeisters Poli (1792) zum herzogl. Concertmcister undDirector der Oper ernannt wurde. Am 27. Jan. 1802 endete ein Schlagfluß s.thätiges Leben, indem er eben den Abschiedsmonolog der Johanna von Orleans zucomponiren beschäftigt war. Er war der erste deutsche Componist, der Balladen

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