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Zufriedenheit Zug
könnten, daß es nicht oder anders hätte sein können. Namentlich erscheint uvSEtwas als zufällig, insofern es von uns nicht vorausgesehen werden konnte, s«es als Naturwirkung oder als bestimmte Folge unsers Handelns; in letzter«Hinsicht nennen wir auch zufällig, was nicht in unserm Willen liegt, oder selbßgegen unsere Absicht erfolgt. Endlich wird das Zufällige dem Wesentlichen ent- jgegengesetzt (und heißt dann rrceisterw), insofern cs an einem Andern ist, fern« >dem schlechthin Nothwendigen, insofern es bedingt durch ein Andres (contingem),nicht durch sich selbst ist, und unter Voraussetzung der Bedingung als aufge-hoben vorgestcllt wird, da hingegen der letzte Grund aller Dinge oder Gott als §schlechthin nothwendig gedacht wird. Wenn es nun keinen objectiven Zufall ^gibt, so ist cs auch thöricht, ihn zu personisiciren, und den blinden Zufall (cg-»r>8 purus), d. i. ein regelloses Werden und Vergehen der Dinge, zum Princip zu jmachen. 2) In juristischer Bedeutung nennt man Zufall ebenfalls ein Ereignis,das nicht in der Willkür des Handelnden liegt. Dies ist wichtig zu bestimmen, wovon den juristischen Folgen eines Ereignisses (Nutzen oder Schaden) und von d«Zurechnung die Rede ist.
Zufriedenheit nennen wir gewöhnlich den dauernden Gemüthszustaud,vermöge dessen der Mensch seine Schicksale und Verhältnisse seinen Wünschen an-gemessen findet. Unter Selbstzufriedenheit insbesondere versteht mandieZufriedenheit deS Menschen mit seinen Handlungen. Ist diese Zufriedenheit wahr-haft gegründet, so entspringt sie aus der Übereinstimmung unserer Handlungen imdGesinnungen mit den sittlichen Foderungen des Gewissens und den besondern V«- ,Haltnissen, in welchen wir die sittliche Aufgabe zu verwirklichen haben; ist sie ^wahrhaft sittlich ihrer Form nach, so artet sie nicht in Stolz und eitle Selbstgefäl-ligkeit aus, welche das sittliche Fvrtschreitcn hemmen und unterdrücken. Und seistdie wahre Zufriedenheit des Geistes die auf sein inneres Eigcnthum gegründete Ei-nigkeit mit sich selbst, womit .ugleich die Einigkeit mir der Welt und seine Zufrie-denheit mit dem Äußern insbesondere verbunden ist. insofern kein äußeres Übel ihm ijene Einigkeit rauben, kein noch so großes Glück sie zu vermehren im Standcist.Sie nimmt den höchsten Charakter an, insofern sie religiös wird, und Glück undUnglück als Mittel, seine sittliche Gesinnung daran zu bitveifen, angesehen wird 'Ein heiteres Temperament und Gewöhnung, die guten Seiten der Dinge aufzusu-chcn, mögen die Zufriedenheit unterstützen, die Hauptsache aber ist, seine Wünschtzu beschränken, sein Streben auf unvergängliche Güter zu richten und der Vorse-hung unbedingt zu vertrauen. i
Zug. Wenn 2 Körper solchergestalt in zusammenhängender Verbindung istehen, daß die Bewegung des einen das Nachfolgen des andern bewirkt, wie die voreuren Wagen gespannten Pferde eins der gewöhnlichsten Beispiele abgeben, so sag!man, der eine Körper ziehe den andern. Dieser in der Erfahrung sich so einfachdarstellende Umstand führt in der Theorie auf anziehende Untersuchungen. Sindz. B. an ein-m über einer Rolle laufenden Faden ungleiche Gewichte befestigt, sowird das größere sinken und, das kleinere nachziehend, ein Steigen desselben verur-sachen. Die hierbei sich ergebende Beschleunigung ist, wie man leicht Übersicht, einin der Maschinenlehre wichtiger Gegenstand, uno dicTheorie lehrt die Frage danachaus dem verschiedenen Gewichte der beiden Massen beantworten. Diese Untersu-chungen sind bekannt unter dem Namen der Theorie der Überwucht, und werdmausführlicher in den Lehrbüchern der Maschinenlehre behandelt, unter denen wirBürja's „Grundlehren der Statik" (Berl. 1789) namhaft machen. v
Zug, der kleinste unter den helvetischen Cantonen (44 sZM., 14,710 E,Deutsche und Katholiken), liegt zwischen den Cant. Zürich, Schwyz, Luzern undAarau. Der nordwestliche Theil bat fruchtbaren Thalboden; der südöstlicheist Gr-bi-gsland, dessen Gipfel nicht 5000 Fuß erreichen und meistens sanft sich hcrabsen-