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12 (1830) W bis Z
Entstehung
Seite
548
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548 Zone Zorn

der sind verschiedene (ungefähr 12) neue Lieder von Z. selbst in dieser Sammlung,Auch die von ihm herausgeg. Andachtsübungcn und Gebete haben einen großenWerth. Noch hat man von ihm Übersetzungen a. d. Franz, und Engl., z. B.Un-terhaltungen der Emilie" (a. d. Franz., Lpz. 1774); Brydone'sReise durch Si-cilicn und Malta" sa. d. Engl-, Lpz. 1774). Vgl.über den Charakter Zolliko-fer's", von C. Garvc (Leipz. 1788). Z.'s treues Portrait, von Grass, hat Bausegestochen.

Zone, s. Erdstrich.

Zoogenon (a. d. Griech., franz. Zelatine) ist eine Gallerte, die durch ehmische Mittel aus Knochen gewonnen wird, nach des spanischen NaturforschersGimbernat Vcrfahrungsart. Man hat diese Knochengallerte häufig 1827 nachGriechenland versendet.

Zoolithen. Dieses aus 2 griech. Wörtern zusammengesetzte Wort bezeich-net in der Naturgeschichte fossile thierische Körper, die bisweilen gefunden werden,und die für die Naturkunde der organisirten Körper (Zoologie) nicht unwichtig sind.Sie unterscheiden sich von den eigentlich sogen. Versteinerungen oder den wahrenPetrefaclen dadurch, daß diese letztem organisirte, mit fremden Erdtheilen durchdrun-gene und durch die Länge der Zeit verhärtete und steinartig gewordene Körper sind.Man unterscheidet die Zoolithen nach der Eintheilung der Thiere in 6 Classen: inTetrapodolithen oder fossile säugende Thierarten und deren Theile; zu diesen gehö-ren die Knochen und Zähne von der nicht mehr bekannten Thierart Mammuth ss.Geognosie und Urwelt); Ornitholithen oder fossile Vögelgerippe, von denenman jedoch erweislich noch keine gefunden hat; Amphibiolithen, oder fossile Körperoder Theile von Amphibien; Jchthyolithen oder fossile Fische, von denen sich gnterhaltene Gerippe in der Gegend von Verona finden, wobei dieses Besondere ist,daß in einer gemeinschaftlichen Lage Fluß - und Seefische, und von letzter» aus denentferntesten Oceanen Vorkommen; Entomolithen oder fossile Insekten, besondersin Bernstein; Helmintholithen oder fossile Gewürme und Theile derselben, diezum Thcil sehr häufig gefunden werden.

Zoologie, s. Thier.

Zoophyten, Pflanzenthiere, s. Thier.

Zootomie, s. Anatomie.

Zorn ist der Verdruß als Affect in seiner männlichen, energischen Äußerungerscheinend, welche nach Außen geht und der unangenehmen Äußerung Widerstandentgegensetzt. Hierdurch ist er vom Ärger verschieden. Er wird am heftigsten durchBeleidigung und Widerspruch, überhaupt durch ein unangenehmes Einwirken odrrEntgegenwirken eines Andern veranlaßt, und bringt das Bestreben hervor, die Be-leidigung zu rächen, den Widerspruch zum Schweigen zu bringen , das Entgegen-wirken zu vernichten. Das arterielle Gefäßsystem wird aufgeregt, der Puls ist imOaroxysmus des Zorns groß, voll, hart, das Gesicht roth, aufgetriebcn, die Augenstrotzen und ragen aus der Augenhöhle hervor, die Muskelkraft wird ungewöhnlichgesteigert, lebhaft, und sich zu äußern geneigt; daher die lebhaften Gcsticulatiomnund die Verzerrung der Gesichtszüge. Die Absonderung der Galle ist besonder-reichlich, auch scheint sie eine krankhafte Beschaffenheit anzunehmen. Auch derGeist und das Gemüth sind heftig aufgeregt, meistens auch gestört, namentlich con-centrsit sich das Wahrnehmungsvermögen nur auf den Gegenstand des ZorneSselbst. In den höchsten Graden aber und bei nervösen Individuen springen dieseAufregungen vieler Organe und Functionen sehr bald in den entgegengesetzten Zu-stan>, von Unterdrückung über; in der Regel geschieht dies erst, wenn die Leiden-schaft ausgetobt hat, worauf noch längere Zeit einige Abspannung zurückbleibt.Die Geneigtheit zum Zorn ist bei den einzelnen Menschen sehr verschieden; amfurchtbarsten tobt der Cholerische, Robuste; der blühende Sanguiniker wird zwar