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vlätze, darunter 153 Städte. Äuf d?e übrigen Staaten des mitteldeutschen Vereinsi kommen 057 UM / 2,530,754 E, 6778 Wohnplähe, darunter 258 Städte.
Noch gibt es einige Bundesstaaten (zusammen 877 HsM. mit 2-st^ Mill.E.), die zu keinem dieser 4 Hauptvereine gehören, als: Baden, Waldeck, Lippe,Mecklenburg-Schwerin und M.-Slrelitz, Lübeck und Hamburg; Holstein mitLauenburg und Luxemburg gehören zu großem auswärt. Staaten. Von dem Für-stcnth. Liechtenstein ist cs uns unbekannt, ob dasselbe sich dem Zollsystem des östr.Kaiscrstaates angeschlosscn habe. Crome sagt darüber in s. stallst. Werke über diedeutschen Bundesstaaten (Th. 4., Lpz. 1828) nichts. — S. des badischen Geh.-Raths (ehem. Mitgl. des bad. Staatsministeriums) Ludw. Frcih, v. Haynau (ver-neinende) Beantwortung der Frage: „Ist cs dem Interesse andrer deutschen Staa-ten angemessen, sich dcm k. bair. Zollsystem anzuschließen?" (Lpz. 1828). Der Vers,gibt eine kundige Übersicht über die Handelsbcdürsnisse der übrigen deutschen Staa-ten im Verhältnisse zu jener Zollordnung. F. L. Lindncr's „Osnsicköi-ationo ourle traite ck'uriivn ooinmeroi»!« entre In I'russe, In Laviere, le WurtembviA etLe»8e-Varm8tallt" (Münch. 1829) berühren den Gegenstand nur flüchtig, 20.
Zollikofer (Georg Joachim), Prediger bei der reformirten Gemeinde zuLelpstg, einer der vorzüglichsten deutschen Kanzelredner des vor. Jahrh., geb. zuSr.-Gallen in der Schwei; am 5, Aug. 1730. Bon s. Varer, einem braven Rechts-gelehrten, der früher selbst Theologie studirt hatte, erhielt er den ersten Unterricht,der auf der Schule s. Vaterstadt, dann auf den Gymnasien zu Franks, a. M. und, zu Bremen und zuletzt auf der Universität zu Utrecht fortgesetzt wurde. Nach s.Rückkunft von der Universität ward er (1754) Prediger zu Murten in der Schweiz,erhielt aber in kurzer Zeit den Ruf an einige andre Orte, und 1758 als Prediger beider rcform. Gemeinde in Leipzig. Diese Stelle hat er, ungeachtet verschiedener vor-theilhafcern Anträge, bis an s. Tod (d. 20. Jan. 1788) behalten. Die höhere Bil-dung der Gemeinde, deren Lehrer er war, der Umgang mit mehren ausgezeichnetenGelehrten, Alles trug dazu bei, ihn allmälig auf die Stufe zu heben, auf welcher ers. hohen Ruhm als Kanzelredner bis an s. Ende behauptet hat. Während s. 30jähr.Amtsführung hat er als öffentlicher Lehrer ungemein viel Gutes gewirkt, nickt nurbei s. Gemeinde, sondern vorzüglich auch unter den jungen Studircndcn, die in ihmein freilich schwer zu erreichendes Muster der Nachahmung fanden. Z.'s Vortragals Kanzelredncr war wie s. äußerer Anstand ruhig und würdevoll, tief eindringendund überzeugend, ohne hinreißend zu sein, nicht eigentlich populair, aber lichtvoll undfaßlich, vorzüglich auf den Verstand und durch diesen auf das Herz gerichtet. EinHauptzweck s. Vorträge war, den Vorurtheilen und herrschenden Übeln der Zeit ent-gegenzuarbeitcn und im wahren Sinne des Worts aufzuklären, oder richtigere mora-lische Begriffe zu befördern. Er besaß die so seltene Kunst, ganz specielle Verhältnisse,Fehler, Gewohnheiten, selbst Vergnügungen des häuslichen und gesellschaftlichenLebens, auf der Kanzel mit Würde zu behandeln. Z.'s Charakter, sein öffentliches u.Privatleben, war völlig vorwurfsfrei, auch ward er allgemein geachtet. Als denken-der Geistlicher ging er, wo er nach sorgfältiger Prüfung sich eines Andern überzeugthatte, mit freiem Geiste und ohne Furcht von mehren Sätzen des ältern Systemsab. Von s. Predigten sind ungefähr 250 im Druck erschienen und alle mit Beifallausgenommen worden. Er selbst gab von 1769 — 88 4 Sammlungen Predigtenin 6 Bdn. heraus, die mehre Male aufgelegt worden sind. Nach f. Tode wurdendie von ihm hinterlassenen Predigten in 9 Bdn. herausgcgebcn. Alle diese Samm-lungen haben auch d. T.: „Zollikofer's sämmtl. Predigten" (15 Bde., Lpz. 1789—1804). Ein großes Verdienst erwarb sich Z. durch die Hcrausg. eines neuen Ge-sangbuchs (Lpz. 1766, und 8. Aust, ebcnd. 1786), das Nachahmung fand, und wo-durch er einem sehr gefühlten Bedürfnisse abhals. Sein Freund Eh. F. Weiße(s d.) stand ihm bei diesem Werke khatig bei. Außer den Verbesserungen alter Lie-
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