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Zoll- und Mauthwcscn
wehethun, aber mit der Zeit würde doch der Schade gründlicher geheiltals wenn sie Retorsionen oder ähnliche Gewaltmittel gegen die wider sie gebrachumreise Politik angewandt halten. — Eine andre Absicht bei dergleichen Kboten oder Zollen ist, den inländischen Consumcnten die Landcsprvducte zu Wseilen Preisen zu sichern, um sie dadurch zu begünstigen. So ist z. B. in Uland der Ausgang der im Lande gezogenen Pferde verboten oder stark bezolit, ^man befürchtet, daß der Preis der Pferde für die Armee zu hoch steigen KM,wenn sie frei ausgcsührt werden dürften. Es erhellt aber bald, daß diese Lregel dem Nationalreichthum mehr Schaden als Nutzen bringt. Denn in Uland können, wegen der großen Steppen und Weiden, vielleicht lOO MalnchPferde gezogen werden, als die Armee und das ganze Land nöthig hat. E-xaber klar, daß bei dem bestehenden Hinderniß des freien Ausgangs der Mnicht mehre im Lande werden erzogen werden, als zur Befriedigung inländisi,Nachfrage nölhig ist, und daß diese Erschwerung des ausländischen DebitsPferde die Pferdezucht in einem hohen Grade unterdrücken muß. Wäre der Ugang frei, so würde man sich befleißigen, noch so viel Pferde mehr zu ziehen, il!die fremden Nationen verlangten, und dieses könnte der russ. Nation leicht^,Millionen cinbringcn. Daß dadurch der Preis der Pferde für das Inland lhemwerden würde, folgt nicht einmal nothwcr.dig aus dieser Freiheit. Denn dz n«,nicht einsieht, weßhalb nicht bei dem großen Überfluß an Futter, das jetzt in R«iland verfault, noch ein-, zwei- oder mehr Mal so viel Pferde zu dcmsck,Äostcnpreise erzogen werden könnten als dem jetzigen, da hierzu weder mehr Rhnoch mehr Arbeit crfodcrt werden würde, so ist gar kein Grund vorhanden, inshalb die Pferde im Lande theurer werden sollten. Es würde dieses nur denn,»folgen, wenn die Pferdezucht anfinge kostbarer zu werden. Gesetzt aber auch, i«Pferde stiegen dadurch etwas im Preise, so würde dieses für das Land eher»theilhast als schädlich sein. Denn der Werth des Grund und Bodens, derj«Pferdezucht dient, würde dadurch erhöht und die Nationaleinnahme vergrösi«und wenngleich auch die Einkäufer zu dieser vergrößerten Einnahme der Pftchzüchtler einen Theil beitragen müßten, so würden doch diese auch durch die vernichtRückwirkung der durch die erweiterte Pferdezucht vergrößerten EinnahmePferdezüchtl"r reichlich entschädigt werden, und der Staat insbesondere könnte Mmehren Wegen, ja selbst von dem Pferdchandcl nach Außen, so viel gewinnen,!!«er Das, was er für die Pferde der Armee mehr bezahlen müßte, reichlich ersetzt»hielte.— Insbesondere glaubt man die Ausfuhr solcher rohen Producte ersch«»cn zu müssen, welche im Lande verarbeitet werden können, um den inländisch»Manufacturisten Beschäftigung zu verschaffen und durch Vermehrung derft)»ducte theils die äußern entbehrlich zu machen, theils die Ausländer zu nöthig»die aus den rohen Landcsstoffen verfertigten Manufacturwaarcn zu kaufen, wel-idem Lande nicht bloß der rohe Stoff, sondern auch die Manufacturacbeit bejahtwird. Allein warum werden die rohen Stoffe nicht im Lande verarbeitet? Kkann nur aus folgenden Ursachen geschehen: ») Weil eS an geschickten Arbeite»dazu fehlt. Diese werden aber durch das Verbot der Ausfuhr dieser Products »ich!erzeugt; man wird dadurch nur die größere Production dieser Dinge verhüll»,». >.I») Weil cs an Capital und Unternehmern dazu fehlt. Wenn aber die im Lank i lvorhandenen Eapitale und Unternehmer im Lande schon vorthcilhaft beschäftig!sind, warum will man sie von ihren nützlichen Gewerbszweigen abzichen? Sei!»der rohe Stoff, der bisher im Auslande fabri'cirt wurde, oder doch daselbst fab«'cirt worden wäre, wenn er frei dahin hätte gehen können, im Lande fabri'cirtden, so würde cs nicht anders möglich sein, als wenn Capital und Arbeiter ein Es'werbe, das sie bisher ohne Zwangsgcsetz ernährte, verlassen und ein andres ergrei-sen wollten, das ihnen nur dadurch mehr Gewinn als das, welches sie bisher b»