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12 (1830) W bis Z
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Zoll- und Mauthwesen

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Getreides gerade die Ursache gewesen, daß im Jnlande nicht leicht Mangel darancutstehen konnte, weil ebcndeßhalb immer mehr Getreide im Lande erzeugt wor-den wäre, als das Inland bedarf, wenn anders das Land Kräfte halte, mehr zu«zeugen. Aus diesem Grunde haben mehre Länder das Mauthsystem in Be-ziehung auf die Ausfuhr des Getreides geändert und lieber die entgegengesetzteMaxime angenommen, nämlich die Ausfuhr nicht nur zu erlauben, sondern selbst! s,c zu begünstigen, damit man immer sicher sein könne, cs werde die möglichst: qrößte Quantität Getreide im Lande erbaut werden, und dann würde cs der inlän-dischen Konsumtion nie ober doch höchst selten fehlen können. Um die inländischeGetceideprcduction noch mehr aufzumuntern, hielt man es vielmehr für rathsam,die Einfuhr fremden Getreides stark zu bezollen, damit fremdes Getreide immerlhcurec bliebe als das inländische. Aber die Folgen einer solchen Politik zeigten sichfest noch schlimmer als die der Ausfuhrverbote. Denn wenn nun die innere Be-völkerung zunahm, so reichte das bisher im Lande gebaute Getreide nicht mehr zumiiuirru Bedarf, und das Getreide wurde theurer. Der höhere Preis machte es' aber allerdings möglich, baß lheils durch den Anbau schlechterer Landstrichen, theilsdurch eine kostbarere Cultur der bisherigen Felder mehr Getreide gewonnen, und? l also die inländische, größer gewordene Consumtion befriedigt werden konnte. Allein!! brr hohe Gctrcidcprcis war für die Armen nicht zu erschwingen, wenn nicht zu»! ! gleich ihr Arbeitslohn proportioniclich erhöht, und den Arbeitslosen mehr gegeben>' wurde als bisher. Waren nun die Produkte, welche die Arbeiter verfertigten, wie> , cs gemeiniglich der Fall war, für ausländischen Absatz berechnet, so wurde die Stei-! tgcrung ihrer Preise, wegen des höher» Arbeitslohns, eine Ursache der AbnahmeDieses Debits, und cs konnten folglich die Arbeiter nicht mehr so viel Beschäftigung^erhalten. Es entstand daher in solchen Ländern die schrecklichste Noch unter den, farmen und arbeitenden Elassen, indem es ihnen an Mitteln fehlte, die nöihigen! s -Nahrungsmittel, wenn cs auch nicht daran fehlte, zu bezahlen. Und so wurde der^ f Zweck, das Wohlsein des Volks durch diese Politik zu bewirken, auch hier verfehlt.Wäre die Gctrcideproduction ganz der Freiheit überlassen worden, und hätte derl Staat weder die Einfuhr noch die Ausfuhr des Getreides durch sein Mauthsystem' befördern wollen, so würde das Nationalwohl bei vollkommener Freiheit weit sichc-! rer erreicht worden sein. Denn die Nachfrage, sie mochte nun von Innen oder vonAußen kommen, würde ganz von selbst die Production in dem gehörigen Maße: hcworgelockt haben. Länder, welche, begünstigt durch das Klima und die Frucht-barkeit ihres Bodens, so viel Nahrungs- und Lebensmittel leichter und wohlfeiler- hervorbringen als andre Nationen, werden diese damit versorgen und von dieseni j dafür andre Natur-und Kunstproductc empfangen, welche, wenn sie solche selbstf i machen sollten, ihnen theurer zu stehen kommen würden als ihre Landesproducte,- l die sie dorthin liefern; bei solchem freien Tausche aber könnten beide Nationen sichwohl befinden. Sollten aber die Länder, welche sie auf diese Weise mit Lebensmit-! teln versorgen könnten, eine so unwcise Politik annchmen, wonach sie den Zugang

' der fremden Lebensmittel durch hohe Eingangszölle erschwerten, so würde der nie-

i, dri'ge Preis der nothwendigsten Lebensmittel, der durch dergleichen Sperre cnt-^ j stände, für ein solches Volk selbst die stärkste Triebfeder werden, sich diejenigen! s Products, die ihnen sonst die andern Völker lieferten, selbst zu fabriciren, indemi i' die Niedrigkeit der Nahrungsmittel den Arbeitslohn bei ihnen so niedrig stellenk würde, daß sie unter solchen Umstanden die sonst von andern Völkern, welche jetztde» Verkehr mit ihnen verschmähen, ihnen gelieferten Producte wohlfeiler machenund an ihre Landsleute verkaufen könnten; dadurch hätten sie denn auch Gelegen-heit, das Getreide, was sie sonst den Ausländern zuführlen, an ihre eignen Mit-bürger abzusetzen und von diesen die nöthrgen Fabrik- und Manufacturwaarendafür cinzutauschen. Eine solche Veränderung würde zwar jenen Völkern anfangs