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12 (1830) W bis Z
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Zingarelli Zingg

schält die Rinde im Mai, wählt aber dazu, um den Baum nicht zu tobten, nurdtzjungen, dreijährigen Zweige, welche man ganz abschneidet, damit der Baum iu,treibe. Nachdem man die äußere graue Schale sorgfältig von der eigentlichen Zi,nn,l-rinde getrennt hat, trocknet man diesem derSonne, packt sie dann in leinene Tuch«,mit behaarten Fellen Umschlägen, und bringt sie in den Handel. Der Gebrauch d,jZimmls ist bekannt, so auch seine mancherlei Verfälschungen. Ein guter Zinniemuß von schöner, hellrolhbrauner Farbe, und zwar scharfem, aber zugleich angeneh-mem und süßem Geschmack sein. Der Zimmtbau und die Zubereitung der Rinkbeschäftigt an 25,000 Personen, die eine besondere Kaste bilden. Die Ausfuhr isiM6000 Ballen, zu 80 Pf, gestiegen. Das britische Gouvernement hat 5 große GL-!ten der Cultur dieses Baumes gewidmet; der größte ist bei Colombo. Aus dg,Blättern bereitet man ein Öl, das der Gewürznelken-Essenz nahe kommt; die Wui>zel soll einen trefflichen Campher geben. Der Handel mit Zimmt gehörte bis 18Bausschließlich der ostind. Compagnie, wurde aber seitdemfceigegebcn. — Z imnil-blüthe, ein dem Zimmt ähnliches Gewürz, das fast die Gestalt der GewürznMhat, wird für die unentwickelte Blüthsnknospe des Zimmtbaums gehalten.

Zingarelli (Nikolo), ein berühmter und fruchtbarer Tonsetzer, der Ich!Sprößling der echten neapolitanischen Musikschule, Capcllmeister an der PeterSki»che in Rom, war geb. zu Neapel d. 4. April 1752. Im 7. I. verlor er s. Vaiei^und wurde ins Conservatorium zu Lorelto geschickt, um dort die Musik unter Fem-roli zu erlernen. Hier waren Cimarosa und Giordanello s. Mitschüler. Um sichnoch fester in der Kunstthcorie zu setzen, nahm er bei dem Abt Speranza UnterrichtAls er das Conservatorium verließ, erhielt er die Capellmeistersteile zu TorredellAnnunziata. 1781 componirtc er für das Theater S.-Carlo in Neapel f Lp»!„Montezuma", welche Haydn sehr gefiel. 1785 ließ er in der Scala zu Mailands. „Alzinda' mit vielem Erfolg aufführcn; denn erhalte in diesem Werke eine leiid-tere und einfache Manier gewählt. Seitdem schrieb er für alle ital. Bühnen, br-'sonders aber für Mailand und Venedig. Seine besten Opern sind: „?irro", „äm-«eroo", „Uomoo o Oiuliotta" (eine s. berühmtesten, auch in Deutschland geschätz-ten Opern, aus welcher die schönste Arie „Oinl-ra »ckorat», anpetta" durch Cresae-tini's Vortrag klassisch geworden ist); ferner die Buffa „II luoreato ili lbliwire-Fvso", „ll Oonto >U 8alilazna", „I,:- «oecliia rapita", ,,ll ritratto", und 2 treuli-che Oratorien: „1-a ilerusalemmv Uberkrta" und „II trioulo lU Davicko^. 17Nwar Z. in Paris und gab s. Oper „eänti'Aono" (von Marmonlcl), die aber wegen dadamaligen Unruhen nur 2 Vorstellungen erfuhr. Nach s. Rückkehr nach Italienwidmete er sich ganz der Kirchenmusik. Er wurde nach Gugliclmi's Tode (180ö)als Direktor der vatikanischen Capelle nach Rom berufen. 1811 wurde er von Na-poleon nach Paris berufen, dann aber von demselben zum Direktor eines neuerlich- 'tetcn Conservatoriums in Rom (1812) ernannt; hierauf wurde er Capellmeismander Peterskirche. 1813 mußte er aber auf Napoleons Befehl Rom verlass«und sich als Direktor des neuen Conservatoriums nach Neapel begeben. Seil dieserZeit widmete er sich fast ausschließend der Kirchencvmposition und führte ein MönchS-leben. Er soll auf eine ital. Paraphrase deS „8tabat mator" eine treffliche Comxo-silion geliefert haben. Auch setzte er die Episode von Ugolino aus Dante's „Hölle)(33 Ges.) für mehrstimmigen Gesang und sandte es 1808 dem Musikconservalo-rium zu Paris zur Beurthcilung ein. Z. ist tiefer als s. jüngern Landsleute in daSWesen des Gesanges eingedrungen; daher wahre Sänger noch immer s. Werkeschätzen und sic wegen ihres ausdrucksvollen Gesanges gern vortragen.

Zingg (Adrian), Prof, und Mitglied der k. Kunstakademie zu Dresden, lestnoch fort durch eine Menge von Arbeiten, die alle zu ihrer Zeit ungctheilten Beifallfanden. 1734 zu St.-Gallen gev., bildete sich Z. unter Wille zu Paris zum Ku-pferstecher aus und nahm jene reinliche Zeichnung an, die alle s. Hervorbringungeo