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zosen auf daS rühmlichste ausgezeichnet. Nach dem zweiten pariser Friedener zum Befehlshaber des preuß. Besatzungsheers ernannt. Nach seiner Zurücksward er Militairgouverneur von Schlesien. Er stammt aus dem Hause DechtUim Ländchen Bellin, und ist ein Vetter des Landraths.
Ziffern sind die Zeichen der Zahlen (s. d.). Sie sind aber entweder«lehnte Zeichen, wie die Buchstaben, mit welchen die Griechen und mehre NordistVölker die Zahlen schrieben, oder eigenthümliche, wie die römischen und ^neueren, oder richtiger die arabischen Zahlen. Diese Zahlzeichen (12 3 4 5 6);
9 0), welche sich noch dazu erst später bestimmter ausgebildet haben, kommen »i,den Arabern, welche, nach Abulpharag („v/nast", I, S. 16), den Jndi„,ihre Erfindung beilegen. Schon im 9. Iahrh. kommen sie, jedoch selten, z. B.i,Frankreich vor. Erst im 11. Iahrh. wurde ihr Gebrauch in Europa allgemein!,,Die römischen Ziffern sollen nach de Matthais von den Nägeln sich herschreii,,welche die^Etrusker und dann die Römer in ihrer ältesten Zeit in ihre Tempel sch-lich einschlagen ließen, um damit die Zeitrechnung zu bezeichnen. Von den ri»schen Zahlzeichen findet sich wahrscheinlich auf der Zuschrift der eolumn» ros«»die älteste Spur.
Ziffrrnmethode, in der Musik die Methode, die Töne und Tom,hältnisse durch Ziffern zu bezeichnen. Da durch Zahlen nicht an sich die unglch,Stufen der diatonischen Tonleiter, auch nicht die Dauer des Tons, ferner auchnicht die Tonart bezeichnet wird, so entstehen also verschiedene Ziffernmethch,,Schon Rousseau hat die Ziffcrnschrift für Töne vorgeschlagen. Es hat sich ak sziemlich allgemein gezeigt, daß dieselbe nur für den ersten Anfang beim La«und zur Bezeichnung ganz einfacher Melodien und Harmonien zureiche. Wie »übrigens neben der Notenschrift zur Abkürzung des Schreibens längst angewcMworden sei, siehtman aus dem Art. Bezifferung.
Zigeuner, ein Ncmadenvolk, dessen offenbar asiatische Bildung, Sria-che und Sitten durchaus von allen europäischen abweichen. Der Name wird zm,von Mehren für eigentlich deutsch gehalten und von Zieh - Gauner hcrgeleitel, 6?lein Dem steht entgegen, daß sie schon bei ihrer Ankunft in Ungarn im Anfanges15. Iahrh. Zigani und Zingani, auch von den Italienern, Walachen und schvon den Türken Zingari, Tschingani und Zigani genannt werden. Dieser Namrkommt nicht von den Sigynnen her, welche Herodot vom Pontus bis zum odiialjMeere wohnen läßt, sondern es ist vielmehr sehr wahrscheinlich, daß er ursprünz-ilich indisch ist. Denn am Ausflusse des JnduS gibt cS noch jetzt ein solches M,die Tschinganen, und der Lieutenant Pöttinger, welcher sie kürzlich in Beludchismaus der persischen Grenze traf, bestätigt die Ähnlichkeit ihrer Sitten mit den Tk-jbräuchcn der Zigeuner. Die Holländer nennen diese Heiden, die Schweden ruftDänen Tataren, die Engländer Ägypter (Kz-psieo), die Franzosen Böhmen »demiens), die Spanier endlich Gitanos, welches überhaupt den schlauen Charaklüßbezeichnet. Sie nennen sich selbst Pharaün, auch Sinke (was mit Sinke, dm>hindostanischcn Namen der Hindus, übereinstimmt). Dies Volk ist zwar durch g«Europa verbreitet, und es können leicht an 700.000 durch Europazerstreut sein; iu-idessen scheinen die meisten im südl, Spanien hcrumzuschwcisen. In England gilttSlüber 18,000. Meisterhaft hat sie Walter Scott im „Astrologen" geschildert. Auch ijin England glaubt man, daß sie indischen Ursprungs seien, und zwar sollen sie zumStamme der Sinder gehört haben, einer indischen Kaste, die um 1400 beiB-mur's Kriegszuge zersprengt worden sei. Ihre Sprache ist mit wenig Verschieden-heiten in ganz Europa dieselbe und stimmt noch jetzt mit der Sprache ihrer ehema-ligen Landsleute überein. Man will jetzt für sie in England Schulen stiften imddurch die Missionsanstalt sie bekehren. In Deutschland und Frankreich sind sie >meinzeln, desto zahlreicher aber in Ungarn, Siebenbürgen und der Moldau, wo an