508
Zierpflanzen
höchste» Vollendung aufführen, sodaß man Palmen kennt, deren Stamm gegen AgEllen lang ist. Die Cultur der Palmen ist eigentlich leicht, wenn sie einmal an ihr^ -Standort gewöhnt sind; nur die Erziehung aus Samen, der Transport und die ,iVermehrung sind schwierig. In England cultwiren die Herren Loddigges schon 1U jverschiedene Arten.— V. El. Blattpflanzen, blumenlose. Sie keimen zuerstmit 2 oder mehren Samenlappchcn, durchlaufen alle Gestalten der Blatter und voll- ;enden deren höhere Bildung. Ihre Blükhen entsprechen aber dem Baue des Blad ^tes, sie sind ein Kelch, bei einigen wol gefärbt und wohlriechend, aber ohne inner!Hülle, ohne Blumcnkern. Die erste Ordnung enthalt wieder unvollkommene, gleich, rsam die Algen und die Elaste der Wurzelpstanzen hier wiederholende, meistens imMaster lebende; dahin gehören die nicht cultivirten (llrara, Oeratopii^IIuin, Ich, Io- istenroo, Oaulinia, >ai»8, dann die Lycopodiaceen,Balanophvrcen und die Lliirs». ^tliae, letztere mit dem Wunder der Natur, der großen pilzarlig in Sumatra schma- 'rotzenden LaKesia, deren Blüthendurchmeffer 3 Fuß beträgt. Eine zweite Ord-nung durchläuft wieder die deutlichere Bildung des Stammes; dahin gehören die ,Equisetaceen, Casuarincn und Tapeen, denen die Santalaceen (^'iresium, Oüzrie. I8antal»m) und die Elaagneen (Uippopliaö, Lisea^nus) sich anschließen. Dann sbeginnen die Wedel- oder Zapfcndaumc, an sie schließt sich die vielgestaltige Familieder Proteaceen, durch den Silberbaum, Leute» .irxontea, besonders bekannt. m,l>endlich die Thymelaeen, wie kiniolss, 8trutllivln, Lassorins, 6airlia, Oaplmo.Eine drilte Ordnung beginnen die Meldengcwächse, die Alripliceen, mit 8.alieor-IN», 8alnols, c^triplox, cdx)-ris, Ochenopuiliuin, Lullioiri», Oanipiiorosiug,LIitui», Lssell», Hot», 8pinuci», Icholvczonui», ^ii>»r»»tl»is, Oolosi», Ooiu-pirron», Lhztvisoc», Livioa, unter denm die Celosien und Gomphrenen als Im-mortellen beliebt sind. Zunächst mit diesen verwandt erscheinen die Kätzchenbäumt,^ment»ee»o, von denen auch viele die Lustgebüsche verzieren. Hierher gehörendie Gattungen 8»Iix, Weide, Lopulus, Pappel, Lotul», Birke, ^>»»8, Erle,Oarpinun, Hainbuche, tzuervus, Eiche, 6ur)ckli8, Hasel, Li»j»i,I»nrb»r, derStoraxbaum, L»Fus, die Rvthbuchc, O»8t»no», der echte Kastanicnbaum, undendlich die Rüster oder Ulme. Alle können nur im großen Maßstabe als Zierpflan-zen gelten. Ihnen folgen die Nestelgewächse, durch diejenigen unter ihnen, welrkmir brennenden, gifladsondernden Haaren besetzt sind, allgemein bekannt; schöncreAi-ten der Gattung Llrtie» nährt das heiße Ausland, und sie zieren die Gewächshäuser,obwol mit jener Eigenschaft zum Theil noch stärker begabt. Dann Lariotari», das ^Glaskraut, Humulus, der Hopfen, die natürliche Guirlande, Osrmabi», der Hanf, lendlich auch Bäume wie IVlorus, der Maulbeerbaum, mit Lroussonoti», dem Pa-piermaulbeerbaum, ^rtoonrpus, dem merkwürdigen Brotbaum, und Lions, demFeigenbäume. Diesen verwandt ist die Familie der Monimieen, mit den schönen, jAbends wohlriechenden Ziersträuchern 0»I)-c»riti>u8 und Llrimonnntlms. DieGruppe der Aristolochieen oder Ostcrluzeigewächse enthält die weniger ansehnliche .Haselwurz, ^ssruw, und dis echte Osterluzei, ^ristotoeln», in vielen Arten, von sdenen die strauchartige großblättrige eV 8iplro, welche Lauben bedeckt und beschattet, 1wegen ihrer pfeifcnkopfahnlichen Blükhe bekannt ist. Die Euphorbiaceen entwickeln ^sich in mehren Stufen zu Gewachsen mit dreifächerig zerplatzender Frucht. Als Zier- Ipflanzen hier mehre Arten der Wolfsmilch, Luplrorbis, des Wundecbaums, kr- jci„u8, latroplr», Luxus u. s. w. Mil diesen nahe vcrschwistert sind die Psiffer-gewachse, die Menispermeen und Laurineen. Letztere enthalten den edlen Lorbcr,Lsurus volnlis, andre Laurnsarten sind der Eampher-, Zimmet- und Cassten-bairm; auch älz-ristio» schließt sich hier an. — VI. El. E in b lu m e n b lättcrige,Movopetalen. Entwickeln innerhalb des Kelchs eine einblätterige Blume, die bnden meisten die Staubfaden trägt. Die erste Familie, die der Plumbaginccn, ent-hält die schöne Gattung 8t»tico, deren mehre Arten sowol im freien Lande gezogen