Zierpflanzen 507
Vollendung der südlichen Flora, und Lamduoa aruuäinave» zeigt uns im Kleinenein Abbild grasartiger Bäume in Indiens Osten und Westen. Das Zuckerrohr,8»ceiiarum osticinaruin, der Reis, Orz-ra sativa, und der Mais oder türkischeWeizen, 2eaä1ais, gewähren liebliche Formen und sind doppelt schätzbar durchihre Benutzung. Die Cypergräser, besonders der kapxrus der Alten, tragen mei-stens doldenförmig zusammengesetzte Blüthen aus schlankem Halm ohne Knoten.Mit Lilienblüthe zeigt sich das Gras als Oominelina, Vrastescantia, in vielenzierlichen Arten, deren einige die freien Beete mit hochblauen Blüthen schmücken,oder nur im geschützten Hause ihre zarten vergänglichen Blüthen entfalten. Dieeigentlichen Schwertel vermitteln deutlicher noch mit den Gräsern der Lilien Ver-wandtschaft. Bei zierlich emporstrebendcm Wuchs und schwertförmigen sattelähn-lich einander gegenüber liegenden Blättern treiben sie Blüthen von zarten Häuten,meistens gefärbt und gezeichnet mit prangenden Farben, 3 Staubfäden und einemFruchtknoten, unter der Blüthe; so die zahlreichen Arten der schönen Gattungen'Ii'griäia, 8is^rinchiuu,, Iris, Olaäiolus, Labiana, Ixia, Orvcuo, fast allenur Zierden des Frühlings, deren knollige Wurzeln nach dem Abblühen außer derErde aufbewahrt werden bis zum Winter, wo ihr Trieb von Neuem beginnt. Ansie schließen sich die mit 6 Staubfäden versehenen Amaryllideen, deren Gattungen:Oalantiius, I-euooz-uin, Nareissus, I'ancratium, Oriouru, 8aemantlru8,tämarz-IIis, und die Bromeliacecn, durch Lroiuelia elnanao mit der eßbaren Frucht,durch ^zave amoricana (die sogenannte große Aloe), kitoairnia und Villanäsiabekannt genug: größtentheils Pflanzen der heißen Zone, mit schönen Blüthen,darum vorzüglich beliebt. Die letzte Ordnung der Scheidenpflanzen beginnen dieSpcossengewächse, unter denen ^sparsAus, der Spargel, Dracaena, die Mai-blumen in verschiedenen Arten u. a., den wahren Liliengewächsen vorausgehcn, aber,sowie diese, ihren Fruchtknoten innerhalb (nicht unter der Blüthe) tragen. Unterdie Liliaccen gehört Veratrum, Germer, Ooicbncum, die Zeitlose, Ileinorocallls,Lulbovoiilum, Lrz-tkroni»m, Oloriosa, lülium in seinen vielen schönen Arten,von denen die weiße (8. albuni) und die Feuerlilie (I,.Iiulbikerum) die bekanntesten,die Tigerlilie aber, I,. tiAiinum und I,. Ohalcoilonivuin, ein paar von den schön-sten sind. Ferner Vritillaria, wohin dis Kaiserkrone, 8. imperialio, und das so-genannte Kibitzei, V. UeleaAris, gehören, und 3'ulipa, deren bekannteste, 3'.6esrieriana, die gemeine Gartentulpe, 1559 in Augsburg bekannt wurde. Dannnoch Vuooa, Kueomis, 8aclienalia, kkvrminm, die neuseeländische Flachslilie,Lluscori, tt^aeintlius, deren bekannteste ist II. orientalis, die gemeine Garten-byacinthr, 8viIIa, OrnithvZalum, ärlbuc», Milium, AZapanthus, II/P 0 XI 8 ,Lulbine, Vntliericui», Voliantboo, ^sphoäelus, Oriini», Veltlreimis, Vle-tris, ImmatophzIIum, sloc. Aus diese an Arten reichen Gattungen folgen dieBananengewächse, die mit den Orchideen, oder Knabenkräutern, Orchis, Opdr/s,8at)-rium, 8erapia», Oisa, Kpiäenilrum, Vanilla, Oiinbiilium, l-imoilorum,^pripeckium, deren eine sehr bedeutende Anzahl den heißen Klimatcn, verhältniß-mäßig wenige der gemäßigten und nördlichen Zone gehören, In jenen aber zumTheil als Schmarotzer auf faulen Baumstämmen wachsen, beginnen, dann durchdie Abtheilung der Gewürzlilien oder Scitami'neen, von denen man in Gärten dieGattungen Oanna, das Blumenrohr, Kampfers, IVIaraata, Usliz-ehium, 2in-xiber, Ourcuma, Oostus u. a. cultivirt, zu den eigeritlichen Bananen oder Hkli-konien, den Pisangs, ölusa, Ilelieonis, kavcnala, übergebt. Die iUusa para-llisiaca, sapicntum und rosacea blühen in unfern Gewächshäusern, und erster?tragen angenehme, aromatische, eßbare Früchte, dieklavenala oder Urania speoivs»ist schon ganz palmenähnlich, hat einen Stamm und große Blätter in einem Unge-heuern Fächer, sie blüht sei uns nicht. Die eigentlichen Palmen beschließen dieScheidenpflanzen, indem sie die Stammbildung unter allen Gewächsen bis zur