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Zeichnungslehre Zeitalter
Zeichniings lehre, technische. Diese begreift: 1) die praktisch-mast,- ^matische Zeichnungslehre, als Vorbereitung zur topographischen, Situations-, .lisications-, taktischen-, Artillerie-und Maschinenzeichnung; 2) die topographisch,Situationszeichnungslehre (s.d.), oder die Anweisung, ökonomische, Ho-lographische, hydrographische, geographische, taktische und petrographische Charte«zu entwerfen und zu zeichnen; 3) die eigentliche Fortisications-, Architektur-, Per-spectiv- , Artillerie- und Maschinen-Zeichnungslehre. Ein Hauptwerk ist des MasHerdegen (Prof, an der k. Artill.-Akad. zu München) „Praktische Zeichnungslehre zr« !Selbstübung für Mrlitair- und Civilpersonen" (2. A., 3Thle,, mit dOKupfeias, sMünchen 1825). — Eine allgemeine Zeichnungslehre enthalt das „Elementar- ^werk für den Zeichnungs-Unterricht rc." (4 Abth. mit Zeichnungsvorlrgcn von Mi-villc; Text vom Prof. Hanhart, Basel 1829). In Hmsicht der Methode, zcichm«zu lernen überhaupt, sind die Zeichnenbücher von Schnorr, Kleinknecht, und Ram-sauer's „Z ichnungslehre" (2Thle, Stuttg. 1821) zu empfehlen.
Zeit ist das allgemeine Verhältnis, in welchem alle wahrnehmbare Dmz,stehen, insofern sie entstehen, blühen und verschwinden. Als eine dem wahrnchmr«-den Geiste nothwendige Form, durch welche das wahrnehmbare Mannigfaltige Mnach einander bestehend zur Einkeit verbunden wird, ist die Zeit kein äusserer Gegen-stand, auch kein Verhältnis äußerer Dinge zu einander. Sie ist vielmehr, wie di,Erscheinungswclt, deren Form sie ist, unendlich und ohne Unterbrechung. Von einerbestimmten Zeit aber (relative Zeit) reden wir nur in Hinsicht Dessen, was die Zei! 'erfüllt. Hiernach unterscheiden wir auch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftals ihre relativen Bestandtheile, die stetig in einander übergehen. Um die Folge undDauer einzelner Dinge und Begebenheiten zum menschlichen Bedürfnis, abznmrs-ftn, hat inan die grossen und sich immer gleichförmigen Bewegungen der .Himmels-körper, die zunächst mit der Erde in Verbindung stehen, zum Massstabe genommen,daher die physische oder astronomische Zeit. Ein solches Zeitmaß gewährt uns näm-lich die Natur selbst, durch die tägliche scheinbare Umdrehung des Himmelsgewölbes,d. h. durch die Umdrehung unserer Erde um ihre Axe. Dies gibt die Sternzeil(s. d.). Für die bürgerlichen Lebensverhältnisss aber konnte, aus wichtigen Gründen,die Steinzeit nicht zum Zeitmaße dienen. Man mußte die Sonnenzsit (s d)nehmen. Obwol nun diese ungleichförmig ist und weder mit der Stcrnzcitnocb mitder Zeit, welche eine Uhr angibt, genau übercinkommt, so hilft doch diesem Übel- ^stände die Zeitgleichung ab, vermöge welcher man die wahre Sonnenzelt in mittlereverwandelt. (S. Zcitgleichung.) Über die Zeit in religiöser Hinsicht haben mirein Lehrgedicht von Rob-Pollock erhalten: ,,1'Ire cour«« ok timo", in 10 Büch.,
(5 A. nach der londner abgedr., Hamb. 1828, deutsch metrisch von Hey, Hamb.1829); über die Zeit in sittlich, pädagog. Hinsicht istJullien's„lÜEi surl'emploichu teni8"(4.A., Paris 1829) zu empfehlen.
Zeitalter, die vier (Mythol.). Der Gedanke, daß cs einst eine vollkom-men glückliche Zeit des Menschengeschlechts gegeben habe, und diese durch die all-mälige Verschlimmerung des letztem verschwunden sei, hat ungeachtet der traurig«»Empfindungen, die er erregt, theils für den denkenden Menschen, der in dem Druck«der Verhältnisse lebt, theils für die Phantasie der Dichter etwas zu Reizendes, alsdaß man sich darüber wundern sollte, daß diese Letztem schon in den älrern Zeil«»eine Schilderung jenes idealen Zeitalters gewagt haben. Die ersten Dichter, t'u iuns eine etwas vollendete und reizend sein sollende Beschreibung dieses Zeitalters >und seiner allmäligen Verschlimmerung hinterlassen haben, sind Hcsiod und Ovid. >Nach der Dichtung, die der Letztere in s. „Metamorphosen" aufgestellt, folgten, sei! ider Entstehung der Erde, viererlei Zeitalter auf einander, nämlich: 1) Das goldme !Zeitalter, unter der Negierung des Saturn. Da lebten die Menschen frei, ohne .Gesetze und Richter; sie kannten nur ihre Ufer, keine Schiffe, keine Waffen, keim iKriege und Krieger; ihre Felder trugen Früchte, ohne geackert zu werden; es