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12 (1830) W bis Z
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Zchen Zehnt

Vom Zechin ist derDuk a tc n (s. d.) wohl zu unterscheiden, indem in Italien ci-aeiitlicii nur Silberdukaten geprägt werden,

Zehen, die bekannten Theile der Füße, deren Zahl der der Finger gleicht,berin Struktur der der Finger ähnlich ist, deren äußere Form und Große aber vonder der Finger, der verschiedenen Bestimmung und Function wegen, abweicht. Siebestehen jeder aus 3 Knochen (die große Zehe nur aus 2); ferner besitzen sie, außerderH mt, dem Nagel, den Blut- und lymphatischen Gefäßen und Nerven, denFlecksen der Muskeln, welche eine Bewegung derselben veranlassen, Ligamente undGelenkkapseln. Die Zehen leisten beim Gehen wesentliche Dienste; beim Verlustderselben wird es unsicher, wankend, das Laufen ist kaum möglich. Springt manvm einer Höhe herab auf die Zehen, so wird der Stoß durch die Gelenkverbindungderselben sehr vermindert. Ihre häufigsten Krankheiten sind, außer den Verwun-dungen, welche oft Starrkrampf veranlassen, die beschwerlichen Leichdorne; auchleiden sie sehr leicht von der äußern Kälte; die große Zehe ist oft der Sitz der Gicht(Podagra). Bisweilen sind sie überzählig, seltener ist ihre Zahl vermindert, manch-mal ist ihre Stellung von der normalen abweichend. Dies sind die Fehler der er-sten Bildung dieser Thcils.

Zehnt oder Zehnte ist eine Naturalabgabe, welche vom rohen Ertrage desllrerzeugniffes erhoben wird, aber doch nicht immer, wie man aus der Benennung! ' schließen könnte (welche von der Abgabe der Juden an die Leviten herrührt), den'< zehnten, sondern bisweilen den achten oder zwölften rc. Theil vom Ganzen des ro-hen Elttags ausmacht. Der Zehnte wird bald nur von den gewöhnlichen Gettei-dearttn (auch Wein) entrichtet (großer Zehnte, Zrosse» lliiue»), was die Regel ist,! bald aber auch von den mit andern Gewächsen, HAlenftüchten, Kraut, Wurzelns ii,sw. bebauten Feldern (Kleinodzehnke, Schmalzehnte, »renne» «Ume»); Beides( zusammen macht den Feldzehntcn, welcher als Reallast auf den Grundstücken liegt,s und wobei cs sehr streitig werden kann, ob auch von neuangelegtcn Feldern (Neu-ss Küchen, Rodland) Zehnten (Novalzchnten) gegeben werden müssen. Es kommtsaber auch der Dorfzchnte vor, welcher von Gärten und Thicrcn gegeben wird,Meischzehnte, Blutzehnte und lebendiger Zehnte. Auch von BcrgwerksprobuctenI wird der Zehnte dem Staate entrichtet, wenn diese von Privatpersonen gewonnen; werden.Von allen jenen ersonnenen Abgaben'', sagt Arthur Voung mit Recht,p,ist der Zehnte am verderblichste«: eine wahre Brandschatzung, welche das Einkom-men des Landmanns so stark angrcist, daß ihm aller Muth zum Fleiße geraubt undjeder Gedanke an Verbesserungen bei ihm verdrängt wird. In einem unaufhörli»i -dm Kriege gegen einander liegen Die, welche den Zehnten heben, und Die, welcheihn zu entrichten haben. Unter dem Scheine der vollkommensten Gleichheit ist dieses Abgabe die ungleichste von allen und verdient schon in dieser Hinsicht den bitterstens Tadel. Diese Ungleichheit entsteht dadurch, daß sie vom rohen, nicht vom reinenl Einkommen erhoben wird, welches Letztere doch allein Gegenstand der Besteuerungi sein darf. Es gibt nämlich so fruchtbare Gegenden, daß die Hälfte ihres rohenErzeugnisses völlig hinreicht, das angelegte Capital mit dem gewöhnlichen Gewinnstes wiederzuerstatten, sodaß die Hälfte als Grundrente für den Gutsbesitzer übrigbleibt; dagegen gibt cs wieder Andre, die sehr unfruchtbar sind, und deren Anbau so: große Kosten verursacht, daß zur Wiedererstattung des angelegten Capitals mir demgewöhnlichen Gewinnste ? der ganzen Ärnte gehören, sodaß nur b der Amte alss Grundrente für den Gutsbesitzer übrigbleibt. Der Zehnte kann also auf einemfruchtbaren Beden nur den 5. Tbeil der Rente, und auf einem unfruchtbaren die( Halste der Rente weanehmen. Und ebensowie durch ihre Ungleichheit wirkt dieses Abgabe auch dadurch höchst nachtheilig auf den Nakionalreichrhum, daß sie jede> kostspielige Verbesserung und Vervollkommnung der Bodenculrur beinahe unwög-: lieh macht; denn da der Zehntherr immer mit ärntet, wiewol er zu den Kosten,