438 Voung (Arthur) Voung (Edward— Thomas)
England, hat s. Sitz in Bishopstown. Bei Vork werden berühmte Wettrennen ge-halten. Unweit von Uork ist das gut eingerichtete Irrenhaus für Quäker, Rctreetgenannt. S. Th.Allcn's„btist. vttiie countz- okVorlc", mitKpf. nachWhitteLzZeichnungen (London 1829 fg.).
Voung (Arthur), dem die Welt für die Verbreitung landwirthschaftlichrr 'Kenntnisse mehr verdankt als irgend einem Schriftsteller, wie sich der Irländer Kir-wan zu enthusiastisch ausdrückt, ward in London 1741 geb. und starb daselbst 1820.Ursprünglich zum Kaufmann gebildet, sah er sich durch den Tod s. Schwester, mitderen Mann er in Geschäftsverbindung kommen sollte, in eine andere Lausbah»gewiesen. Er begann daher, 17 I. alt, als Schriftsteller im politischen Fache aufzutreten, und als er den Pacht eines mäßigen Landgutes übernommen hatte, macht!er sich als ökonomischen Schriftsteller bekannt. Bei verschiedenen Reisen durch Eng-land, die er in landwirthschaftlicher Hinsicht unternahm, hatte er Gelegenheit, ma»-mgfaltige Beobachtungen zu machen, die er dann mit immer größeren Beifalle zuLage förderte. Ein neues Werk folgte dem andern, und die Liebe zum Ackerbau un-ter den Gebildeten, die Lust zu Versuchen, nahm dadurch immer mehr in Englandzu. Spätere in gleicher Absicht unternommene Reisen nach Frankreich, Spanien undIrland hatten ähnliche literarische Arbeiten zur Folge. Vorzügliches Verdienst er-warb er sich durch Beispiel und Schriften um den Anbau der Futterkräuter, und all !Sccretair der 1793 gestifteten Ackerbaugesellschaft. Sie beehrte ihn 1808 mit einer !goldenen Denkmünze für s. „vieijährigcn Dienste im Landbau". Die vorzüglichste» lSchriften P.'s sind ins Deutsche überseht. Ein Werk von ihm, das alle wähmideines Zeitraums von 50 I. gemachten Beobachtungen und Versuche enthalt, istnoch Handschrift und dürste erst gedruckt werben, wenn s. Sohn aus der Krim zu-rückkehrt, wo er seit 1804 ein Landgut von 10,000 Morgen zur Belohnung für dirvon ihm gefertigte statistische Übersicht der Statthalterschaft Moskwa erwarb.
Voung (Edward), englischer Dichter, Sohn eines Landpredigcrs inHampshire, geb. zu Upharn bei Vincaster 1681, studirte zu Oxford die Rechtswis-senschaft und wurde daselbst 1719 Docker der Rechte. Er beschäftigte sich früh-zeitig mit der Dichtkunst und gab von 1719 an nach und nach 3 Trauerspiele!„Busiris", „Die Rache" und „Die Brüder" (letzteres von I. H. Schlegel deutsch1764), heraus, welche Beifall fanden, aber dm Fehler feiner spätem Gedichte ha-ben, daß sie zu bilderreich und sentmtiös sind. Auch versuchte er sich in moralische» ^und religiösen Gedichten, endlich in der Satyre. Da V- mehr Neigung z»r ,Theologie hatte, so trat er in den geistlichen Stand und wurde 1728 CapeilanKönig Georgs II. Zwei I. später erhielt er eine sehr einträgliche Pfarrstelle undverheirathete sich. Der Tod s. Gattin und ihrer beiden Kinder erster Ehe versehtrihn in eine wehwüthige Stimmung und gab Veranlassung zu seinem berühmtenGedichte : „Nachtgedanken" („H,e complnint or niAlit-tlionAÜt«", London 1711 ,und öfter), das mit großem Beifall ausgenommen wurde. Durch Ebett's meist»- !,hafte Übersetzung ward es auch in Deutschland bekannt und weckte ein Heer vonNachahmern, welche in steifer poetischer Prosa schwülstige Gedanken zu Tage for- ldcrtcn. Die Periode, da V.'s schwcrmüthigs Poesien in Deutschland Lieblingslei- i>Iure waren, ging der überspannten Werther'schen und der ewpsindclnden Siegwast- i sschen voran. Außer jenen Gedichten schrieb V.: „Satyren auf die Ruhmbegierde"und den „Centaur, oder über das Modeleben", nebst einigen kleinen Aufsätzen u»dGedichten. Die erstem sind von Ebett, mit dm „Nachtgedanken" zugleich, übersehtworden, u. d. T.: „v. E. Voung's Klagen oder Nachtgedanken über Leben, Todund Unsterblichkeit, in 9 Büch-, nebst dessen Satyren auf die Ruhmbegierde, übest jv. I. A. Ebcrt" (Braunschw. 1760—7», 5 Bde.), ferner vom Grafen v. Benhel-Sternau (Franks a. M. 1825) und von M- H. A. Schmidt (Dresden 1825). - -V. starb in s. Pfarrei zu Wetwyn 1765. Er war ein Mann von Talent, wahre: