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York, Yorkshire
i Dct.), als völlig selbständiger betrachten, den Sieg über Bcrtrand bei Warten-bürg (s. d.), in dessen Folge das schlesische Heer auf das linke Elbufer überging. Esist bekannt, daß er von dieser glänzenden Waffenthat den Ehrennamen Graf Yorkv. Wartenburg führt. Ebenso selbständig ist s. Verdienst in der Schlacht bei Leipzig,da bei dem am 16. bei Möckern über Marmont erkämpften Siege des schlesischenHeers s. Corps ausschließlich den wichtigen, hartnäckig verthcidigten Punkt Möckerneroberte. Wer den Gang dieses mörderischen Gefechts genau kennt, wird sich sagen,daß nur eine so unerschütterliche Festigkeit, wie sie den General v York auszsichnet,den Sieg fesseln konnte. Am 18. vom Schlachtfelde abmarschirt, drängte er schonam 20. die fliehenden Feinde bei ihrem Übergänge über die Unstrut bei Freiburg.Als die verbündeten Heere siegreich in Frankreich eingedrungen waren, fand der Ge-neral zuerst wieder bei Monkmirail (11. Zebr. 1814) Gelegenheit, s. Feldherrnberufaufs Neue und um so sicherer zu beurkunden, da cs hier die Rettung eines Verbün-deten galt. Der General Sacken hatte sich zu voreilig in ein Gefecht mit Bonaparteeingelassen, das allgemach s. völlige Niederlage herbeiführen mußte, als der Gene-ral V. auf dem Schlachtfelde erschien und durch seine Anordnungen das Gefecht,wiewol mit eignem großen Verlust, insoweit wiederherstellte, daß Sacken wenig-stens vom gänzlichen Untergange gerettet ward. Ein nicht geringeres Verdienst er-warb er sich in der Schlacht bei Laon (9. März). Denn in Gemeinschaft mit demGeneral v. Kleist unternahm er den — nicht angeordneten, sandern bloß genehmig -! ten — nächtlichen Angriff auf den franz. rechten Flügel, der die Zerstreuung des<?orps von Marmont und Arrighi zur Folge hatte, der Schlacht erst einen entschei-beaden Charakter gab und unter andern Umstanden die Vernichtung Vonaparte'Sherbeigeführt haben würde. Sein König hat den Werth dieser That durch die Ver-leihung des Großkreuzes des eisernen Kreuzes anerkannt, welches nach den Statu-te» bloß der General erhalten kann, der als Oberbefehlshaber eine entscheidendeSchlacht gewinnt. Nach der Eroberung von Paris folgte der General dem Mon-archen nach England, ward zum Grafen York v. Wartenburg erhoben,mit einer an-sehnlichen Dotation beliehen und zum commandirendcn General in Schlesien unddem Großherzogthum Posen ernannt. Der Krieg, den Bonaparte's Rückkehr nachFrankreich veranlaßt, rief ihn zwar an die Spitze des 5. preuß. Armeecorps, das sichan der Elbe und Saale sammelte, aber der Umstand, daß dieses CorpS zu einer fried-lichen Unthätigkeit verdammt blieb, mag wol ebenso wie einige Kränklichkeit veran-^ laßt haben, daß er dessen Oberbefehl niemals wirklich übernahm. — Ec erlitt zudieser Zeit einen schmerzlichen, auf seine Gemüthsstimmung gewiß einflußreichenVerlust durch den Tod des einzigen Sohnes, der als Ofsicier im brandenburgischenHusarenregiment in dem unglücklichen Cavalericgefechte bei Versailles (1. Juli1815) nach der rühmlichsten Gegenwehr, mehrfach verwundet, wenige Tage daraufstarb. Im Gefolge dieser Umstande bat er nach der Rückkehr des Königs um seineEntlassung, die ihm endlich bewilligt ward. Er lebt seitdem in stiller Zurückgezo-genheit auf s. Gütern in Schlesien. Am 5. Mai 1821 wurde er zum Generalfcld-marschall ernannt.
York, Yorks hi re, die größte Grafschaft Englands, mit dem Titel einesHerzogthums (255 mM., mit 980,000 E.). Die Hauptst. York, das alteLdo-raouw der Römer, ist dem Range nach die 2. in England (53° 57^ 45" Br.),liegt an der Ouse, hat 2480 H. und 36,000 E. Die Kathedrale, die größte undschönste Kirche von altdeutscher Bauart in England (524 F. lang, 222 F. breit,180 F. hoch), aus dem 12. und 13. Jahrh., vollendet 1426, ward von einem Ver-rückten, Namens Martin, am 2. Febr. 1829 angezündet und brannte ab. Sie wirdi» der alten Form wieder aufgebaut. Das alte von Richard III. erbaute Schloß isticht ein Gefangniß. Der Major von York hat den Titel Lord, wie der zu London;hie Stadt ernennt 2 Deputirte im Unterhause. Der Erzbischvfvon York, der 2. in