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12 (1830) W bis Z
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Bork, Graf von Wartet,bürg

kann. Es ist schon ein großes Verdienst, daß bei einem Heerwesen von 2OO,000M.und 5000 Lfsicieren diese Ordnung und dieser zweckmäßige Haushalt, wie er wirk- Hlich im Ganzen vorhanden ist, eingeführt und erhalten wurde. Immer bleibt es dasgrößte Lob für den Herzog, daß er niemals von seiner Gewalt als Oberbefehlshabereinen strengen Gebrauch gemacht oder Härte verschuldet hat. Vielmehr legte ihmdie allgemeine Stimme Milde und Mäßigung bei. Das Parlament hat ihm daher

mehrmals, z. B. 1814, den Dank der Nation fürs, gute Militairverwaltung bezeugt.

Vgl. dasklomoir c»k tlle Duke oHorle", von Walter Scott. (S.Zeitgenos-sen", dritte Reihe, 1, 2.) i

Bork, Graf v. Wartenburg, k. preuß. Feldmarschall, Ritter aller preuß. u»dvieler fremden Orden. Mangel an zuverlässigen Materialien hindert uns, ewaSBestimmtes über die frühem Begegnisse dieses ausgezeichneten Feldherrn mitzuthei-len. 1806 war er Oberst und Commandeur en Chef des Jägercorps, und befehligt!in dem Feldzuge d. I. erst die Avant-, später die Arriergardc des Corps des Herzogsv. Weimar, dessen Elbübergang er nach den Unfällen an der Saale so geschickt decke,daß die nachdrängende feindliche Übermacht keinen Vortheil erlangen konnte. ZmGefechte bei Wahren in Mecklenburg verwundet und nach Preußen gebracht, ent-ging er dem Schicksale des Blücher'schen Heeres bei Lübeck und fand dort eine An-stellung. Bei der neuen Bildung des preuß. Heeres (1808) ward er als Geiierm-major zum Jnspecteur sämmtlichcr leichten Truppen ernannt. 1812 bei dem preuß.Hülfscorps*) unter dem Generallieut. v. Grawert angestcllt, erhielt ec dessen Olm- !befehl, als jener General wegen Kränklichkeit denselben niederlegte. DieserFeld-zug führte zwar einige hitzige Gefechte herbei, aber schwieriger ward die Lage di-Gencrals, als Bonaparte dem 10. Corps den Rückzug nach der Memel befahl; iiführte hier die 3. Colonne, welche, die Nachhut bildend, am 20. Dec. 1812«Mitau abzog, verfolgt von den Abteilungen der Generale Witgenstein und Pau-lucci, die am 27. bereits in Memel einrückten, während ihre Vordertruppen sich be-reits an der Memel ausbrciteten. Nicht sowol das Kritische dieser Lage, welche durchder Truppen erprobte Tapferkeit hätte verbessert werden können, als vielmehr eiaBlick auf die polit. Verhältnisse veranlaßte den General v. V. zu der bekanntenConvention vom 30. Dec. 1812, kraft welcher sich das preuß. Corps von den Fran-zosen trennte und unabhängig neutrale Quartiere bezog. (S. darüber Sepdlitz'STagebuch der preuß. Armcecorps im Feldzuge 1812", Berlin 1823) DiesrrSchritt, der gleichsam das Zeichen zur allgemeinen Bewegung in ganz Preußen gab,ward zwar zuerst von dem Könige, noch durch wichtige Rücksichten beengt, scheinbargemißbilligt, aber bald genug durch die Stellung, die der Staat annahm, auf daSglänzendste gerechtfertigt. DerGeneralhat durch diesen fürwahr nicht leichtenEnl-schluß ebenso sehr s. Umsicht und Charakterstärke beurkundet, als zu dem großen Be-fteiungswcrke wesentlich bugetragcn und zu den nachherigen Ereignissen kühn dieBahn gebrochen. Nachdem das geschmolzene Corps in Preußen wieder möglichstvollständig gemacht und ausgerüstet worden, führte er es an die Elbe, wo es zuerstbei Danigkow (5. April 1813) gegen die aus Magdeburg vorgedrungenc Armee d-SVicekönlgs von Italien siegreich focht. Darauf thcilte es in den Schlachten «Großgörschen und Bautzen die rühmlichen Anstrengungen des verbündeten HemSund kämpfte am Tage vor letzterer Schlacht (19. Mai) bei Weissig mit ruhmwür-diger Ausdauer gegen das überlegene 5. franz. Armcecorps unter Sebastian!. Wäh-rend des Waffenstillstandes beträchtlich verstärkt und als erstes Corps der preuß.Armee dem schlesischen Heere unter Blücher zugetheilt, nahm es entscheidenden An-theil an dem Siege an der Katzbach (26. Aug.). Der General erfocht darauf (3.

Dieses 20,000 M. starke Corvs bildete mit der aus Polen, Baiern und Westfalen ^zusrmmeogesetztcn Division Grandjean bas 10. CorpS unter dem Marschall Macdenald;eS sollre de» linken Flügel des franz. Heeres decken und gegen Riga operiren.