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Limcnes (Francisco)
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vorgezogen. Nachdem er sich Ägypten in einem einzigen Feldzuge unterworfen hatte,q-andte er auch den schon von seinem Vater entworfenen Plan, Griechenland zuimterjochm, ausführen zu können. Er versammelte in dieser Absicht ein ungeheu-res chcer. Die Geschichtschreiber geben die Zahl desselben auf 1 Mill. Kopse an.We>m auch, wie sich mit aller Wahrscheinlichkeit annehmen läßt, die Griechen hier-bei wie gewöhnlich übertrieben haben, und der Troß an Weibern und Sklaven,welche dem Heere folgten, wenigstens die Halste desselben ausgemacht hat, so würdedie Macht des T. doch immer noch, hinreichend gewesen sein, die Griechen zu erdrücken.Aber was vermag selbst das größte Söldlingöhecr gegen die Begeisterung eines nochso kleinen Volkes, das für den eignen Herd, für Weib und Kinder kämpft! S.setzte mittelst einer Schiffbrücke über den HelleSpont. Die Griechen erwarteten ih-ren Feind an der Grenze des Landes, in den Engpässen von Thermopyläss. d.). Nachdem hier der heldenmüthrge Lconidas (s. d.) mit seinen Spar-tanern im I. 480 gefallen war, drang X. mit Übermacht weiter vor und ver-brannte das von den Einwohnern verlassene Athen. Das erste Scctreffen beiArtemisium war für keinen Theil entscheidend gewesen, hatte jedoch den Griechenneuen Muth eingeflößt, und daS zweite Treffen, bei Sa lamis (s.d.), in wel-chem, nach Angabe der Geschichtschreiber, 3060 persische Schiffe gegen 380griech. fochten, sie! für die Perser unglücklich aus. ch. ließ seinen Feldherrn Mardo-„iuS in Griechenland zurück, der aber nicht lange nachher bei Plataa 479 gänzlich ge-schlagen wurde. Er selbst ging vor Scham und Unwillen nach Persien zurück undlebte im Harem, während die gesetzlose Willkür der Satrapen überhand nahm. End-lich ward er 467 durch den Obersten seiner Leibwache, Artaban, ermordet, wel-cher den jüngsten Sohn des cherxes, Attaxerxes 1. Langhand, auf den Thron setzte.
Ti men es (Francisco), Cardinal, Erzbischof von Toledo und span. Pre-mierminister, ein berühmter und wirklich großer Staatsmann, dem Spanien sehrviel zu verdanken hatte, war 1437 zu Torrolaguna, einem kleinen Orte inAltca-stilicn, wo sein Vater Advocat war, geb. Er studirtc zu Salamanca, reiste hier-auf nach Rom und brachte eine päpstliche Bulle mit, welche ihm die erste offen wer-dinde geistliche Pfründe in Spanien zusicherte. D er Erzbischof von Toledo weigertesich, ihm eine Stelle zu geben, und da X. über diese Zurücksetzung sich zu heftig ge-äußert hatte, ließ er ihn in das Gesängniß setzen. T. kam jedoch wieder in Freiheitund erhielt eine geistliche Stelle im Kirchsprengel Sigucnga, dessen Bischof, derCardinal Gonzalez Mendoza, ihn zu seinem Großvicar ernannte. Er trat nachherin dm Fcanciscanerorden, wurde Beichtvater der Königin Isabelle von East-lienuud 1495 Erzbischof von Toledo. Diese Würde nahm er erst nach vielem Weigernan, und es war ein ausdrücklicher Befehl des Papstes nöthig, um ihn dazu zu be-Mg'm. Er bewies sich als Erzbischof sehr thätig, indem er für die Armen väterlichsargte, eine Menge Mißbrauche abschaffte und streng daraus hielt, daß die öffentli-chen Stellen mit redlich-.n und geschickten Männern besetzt wurden. Den Geistli-chen seines Sprengels gab er weise Vorschriften, bewirkte, aller Widersprüche un-geachtet, eins Reform der Bettelorden in Spanien, gründete 1499 die Universitätzu Alcala de Henares und unternahm einige Jahre nachher ein Werk, welches alleinschon ihn berühmt gemacht haben würbe: eine Ansg. des Men Testaments in 6Sprachen. (S. Polyglotte.) Früher schon (1514) hatte er ebenfalls zu Hena-res eine Ausg. des Neuen Testaments in der Ursprache veranstaltet, ch.'s Thariqkeiterstreckte sich auch aufandre Gegenstände. Es herrschten in der königl. Familie Un-einigkeiten. Philipp von Ostreich, Sohn des Kaisers Maximilian 1., hatte sichmit Johanna, der einzigen Tochter Ferdinands des Katholischen von Aragonienund der Jsabella, Königin von Castilicn, vermählt. Nach dem Tode der Letztemerhielt Philipp, da seine Gemahlin die einzige Erbin ihrer Mutter war. das König-reich Castilien. Dies gab zu Uneinigkeiten zwischen ihm und seinem Schwiegerva-ter Anlaß, die L. beseitigte. Nach Philipps frühem Tode (1506) wurde Ferdinand