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12 (1830) W bis Z
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Lews !.

das Leben an. Er widmete sich dem Staate, in dem er geboren war, und fochtmit seinem Lehrer zugleich im pcloponnesischen Kriege. Als der persische FürstCyrus d. I. zum Unterschiede von dem Stifter jener Monarchie also ge-nannt seinem altern Bruder, Artaxerxes Mnemon, den väterlichen Thron strei-tig machte, sendeten ihm die Lac-damonier ein Hülfsheer zu, bei dem sich L. alsFrei-williger befand und ein Günstling des Cyrus wurde. In den Ebenen von Babylonverlor Cyrus Schlacht und Leben, aber auch die vornehmsten Anführer dcS griech.Hülfsheeres blieben in der Schlacht oder wurden durch List gefangen und getödtet.X. trat jetzt als Anführer au die Spitze des noch 10,600 Mann starken griech. HeeHdas sich in einer sehr bedenklichen Lage befand, flößte ihm wieder Muth und Zuver-sicht ein, und führte es aus Obcrasien durch Lander, deren Bewohner größtenthMfeindlich gesinnt waren, auf einem gegen 560 deutsche Meilen langen Wege, vonkeiner Reiterei unterstützt, unter tausend Gefahren und Beschwerden nach Griechen-land zurück. Dieser Rückzug ist berühmt in der Kriegsgeschichte; man hat ihn instähnlichen Unternehmungen in den neuern Zeiten verglichen, aber die Umstande sindim Grunde zu verschieden, um überhaupt einen Vergleich zu gestatten. L. selbst hatdiesen Rückzug und zugleich die ganze Unternehmung des jüngern Cyrus in seinerAnabsois" beschrieben, die vorzüglich James Rennell geographisch erläutert hat(Auszugsweise übers, von Alb. Lion, mitAnm., Gott. 1823.) Daß L. wirklichder Vers, dieser Schrift sei, hat C. W. Krüger (Vers, derVita Xenoplwntk")ins. Schrift:De autlrviitia et intcAritatr; Anaboseoa Xvnvpluriiteav" (Halle1824), gezeigt. L. begleitete nachher den spartanischen König Agesilaus auf einemZuge nach Asien gegen die Perser. In der Folge ward er den Äthenieusern in Rück-sicht seines Patriotismus verdächtig gemacht und aus dem Gebiete der Republikverbannt. Er lebte nun an verschiedenen Orten Griechenlands, auch zu Korinth,ganz von öffentlichen Geschäften zurückgezogen, bloß den Wissenschaften, md starbin einem Alter von 87 Jahren. Außer den vorhin erwähnten Werken schriebLDas Gastmahl der Philosophen", als Gegenstück eines ähnlichen Werkes bisPlato, verschiedene kleinere Schriften, zur Politik, KriegSwiffcnschast und Öko-nomie gehörend, eine Geschichte der Griechen in 7 Büchern, als Fortsetzung derGeschichte des Thucydides, bis zur Schlacht bei Mantinea, und das Leben des al-tern Cyrus, bekannter unter dem Namen derCyropädic" (zuletzt von Poppe undvon Dindorsherausgegeben). Dieses berühmte Werk ist keine eigentliche Geschichte,sondern mehr historischer Roman; es enthält L.'s Grundsätze über die beste Regie-rungsverfassung , eingekleidet in die verschönerte Biographie des größten unter dendamals bekannten Regenten. L. hielt die monarchische Regierungsform für diebeste, und scheint sie seinen Landsleuten annehmlich haben machen zu wollen. SeinStyl ist überhaupt, und besonders in diesem Werke, musterhaft und vollendet,seine Sprache durchaus rein. Er ist daher einer von dm Classikcrn, die zum ju-gendlichen Unterricht vorzüglich gewählt werden, obgleich seine Philosoph. Schriftenfür Anfänger nicht geeignet sind. Die Griechen schätzten sein Verdienst als Schrift-steller so hoch, daß sie ihn die griech. Diene und dis attische Muse nannten. SeineWerke sind, einzeln und zusammen, häufig herausgegeben und oft übersetzt wor-den. Die neuesten Ausg. sind von Schneider und Weiske. Ein andrer, zu de»erotischen Dichtern gehörender Lenophon lebte gegen den Anfang deS 3. Jahrh.rr. Chr., war aus Ephesus geb. und schrieb einen Roman:Geschichte des Ha-brokowes und der Anthia", welchen Bürger 1775 deutsch übersetzt hat.

Lcrxe s k., König von Persien, in der Geschickte durch den unglücklichenErfolg seines Kn'cgszuges gegen die Griechen bekannt, der zweite Sohn deS um Per-sien sehr verdienten D arius Hystaspis (s. d.), wurde seinem ältcm Bruder,ArtabazaneS, der noch während des Privatstandcs des Vaters geb. worden war,durch seiner Mutter Atoffa geheime Mitwirkung 486 v. Chr. in der Thronfolge