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12 (1830) W bis Z
Entstehung
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460 Würmcr Wmmser

termezzo" u. s. w. ist er ein Liebling von ganz Norddeutschland geworden. Mit sei, (ner ausführlichen Biographie und der Geschichte seines unglücklichen Protestes er- röffnete ein Freund und Verehrer seiner Kunst in Hamburg vor einigen Jahren ei», ,Zeitschrift:Hamburgs Wächter", an welche Diejenigen verwiesen werden, welche jdiesen Komiker naher kennen lernen wollen. -

Würmer können als Krankheitsursache bei Menschen und bei Thieren vor, 1kommen. Die gewöhnlichsten bei den Menschen sind im Darmcanal, und zwar di, i!,Madenwürmer (Askariden) in den dicken Gedärmen, die Spulwürmer vorzüglich»! >in den sogenannten dünnen Gedärmen, wo auch die Bandwürmer sich aufhallai. s >Die Madenwürmer sind den Käsemaden ähnlich, manche aber sind auch beinah, k §eines Fingergliedes lang. Sie sind besonders häufig bei Kindern, denen sie ein sch Es ilästiges Jucken im Mastdarme, Drängen zum öftern Stuhlgang und andre Bk- l ischwerden verursachen. Die Spulwürmer sind den Regenwürmern ähnlich, doch l!mehr weißlich von Farbe und mit einem Ringe, der mit kleinen Wärzchen besch uist, an der Spitze des Kopses versehen. Die Maulöffnung besteht aus verschiede« iSaugröhren. Sie sind oft klumpenweise, oder ihrer viel in einen Knaul zusammen-gewickelt, an mehren Stellen der Därme vorhanden, sowol bei Kindern als bei Er-'wachsenen, und verursachen durch ihr Saugen und ihre Bewegungen oft viel Sichauf die Wände der Gedärme, und daher Kneipen und Schmerzen im Unterlech -meistens in der Nabelgegend, und besonders nach dem Genüsse süßer Speisen oder ^andrer Dinge, die ihnen zuwider sind. Gewöhnliche Zeichen ihrer Gegenwart sindÜbelkeit, Zusammenfluß wässerigen Speichels in dem Munde, übelriechender uAthem, blasses, aufgedunsenes Gesicht mit bläulichen oder bräunlichen Bogen,besonders an dem untern Augenrande, Erweiterung des Augensterns, unruhigerSchlaf mit halbgeöffneten Augenlidern, auch zuweilen mit Zähneknirschen, trüber,weißer Urin, ein dicker, gespannter Unterleib- Über die Bandwürmer s.m.d.eignen Artikel. Über die Entstehung der Eingeweidewürmer haben die Ärzte undNaturforscher verschiedene Meinungen gehegt. Der Annahme, daß der Same vonAußen in die Gedärme komme, steht Mehres entgegen, z. B. daß jede Thierclasse,und so auch der Mensch, ihre eignenArten von Würmern haben; daß dieseWürnmaußerhalb der Eingeweide in der Natur nirgends Vorkommen; daß es eine Ver-schwendung wäre, die der weisen und zweckmäßigen Einrichtung, die wir allenl-Halben in der Natur wahrnehmen, ganz zuwiderliefe, wenn man annehmen wollte, Kdaß der Same der Würmer außerhalb der thierischen Körper verbreitet, und dennoch ijbestimmt wäre, sich nirgends als in den Eingeweide» der Thiere, wenn er durch Ieinen Zufall in dieselben käme, zu entwickeln. Es ist daher weit folgerichtiger, an- !zunchmen, daß der Urstoff zu den Würmern, oder der Same derselben, jedemthie- !rischen Körper angeboren ist, und nur besondere krankhafte Verhältnisse die Erzen- kgung und Ausbildung derselben begünstigen. Es gibt daher zuweilen eine epidemischeConstitution, während welcher man weit mehr als zu andern Zeiten bei den Kranken fbemerkt, daß Würmer Ursache entweder der ganzen Krankheit oder doch der mel- lsten Symptome derselben sind. War dies bei fieberhaften Krankheiten der Fall, sonannte man sie auch wol geradezu Wurmsieber, obgleich die Würmer (vorzüglich dieSpulwürmer) nur die entfernte Ursache waren. U.

Wurmser (Dagobert Siegmund, Graf v.), kaiserl. östr. Generalfeldmar-schall, stammte aus einer angesehenen und reichen Familie im Elsaß und war 1724gcb. Anfangs wollte er sich den Wissenschaften widmen, trat aber bald in ößr.Kriegsdienste, machte den ganzen siebenjährigen Krieg mit und kam als General- jFeldwachtmeister aus demselben zurück. 1773 war er Chef eines Husarenregi- flments, und einige Jahre spater Feldmarschall-Lieutenant. Im bairischen Erb- 8folgekriege befehligte er ein besonderes Corps in Böhmen. Aus der Geschichte jenrs >Krieges ist bekannt, daß in dem ersten Feldzuge (1778) von beiden Seiten nichts L