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12 (1830) W bis Z
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Wachs

Tode 1797 ward ihm die Professur der Geschichte nebst der Aufsicht über die Uni-versitätsbibliothek mit übertragen, und nach Hasscncamp's Tode setzte er dessenTheologische Annalen" fort, 1798. 1801 beschenkte ihn die rintler theol. Facul-tät mit der theol. Doktorwürde, und in dems I. ward er alS Prof, der Philosophienach Marburg verseht, wo er dann auch die Lehrstelle der histor. Wissenschaftenerhielt, und 1802 auch zum ordentl. Prof, der Theologie ernannt wurde. AlS er1805 einen Ruf nach Heidelberg ausschlug, bekam er eine Zulage und ward zumwirklichen Consistorialrath ernannt. Seine schriftstellerische Laufbahn begann er1788 mit s. Differt.vel'soullo-IRov^Iüie", auf welche eine Reihe kleinerer undgrößerer Schriften von Jahr zu Jahr folgten, unter welchen wir die wichtigstenaushebcn:Über Hesiod's Vorstellungen von den Göttern" u. s. w., ein Progr.(1789);Rede über Geschichte, ihre Zwecke, Behandlungsart und ihren Vor-trag", ein Versuch (1789);Programm über das Studium der Geschichte derLiteratur und Kunst auf Schulen" (1790);Geschichte der Literatur und Kunstauf Schulen" (1790 u. 1791, 2Hefte);Versuch einer allgemeinen Geschichte derLiteratur" u. s. w. (1793 96, 3 Bde);Aphorismen über die Universitätenund ihr Verhältniß zum Staate" u. s. w. (1802);Handbuch der allgemeinenGeschichte der literarischen Cultur" (1804 und 1805, 2 Thle.);Grundriß derältern, Mittlern und neuern Zeit" (1806) und einige minder bedeutende Arbeiten.1815 ging er von Marburg als Professor der Geschichte und Consistorialrath nachBreslau, wo er im Mai 1824, mit Entbindung von Consistorialgeschäften, abermit Beibehaltung der Professur, zum Oberbibliothekar der k. Universitätsbibliothekernannt wurde. Seit s. Abgänge von Marburg hat W. hcrausgegeben:Lehrbuchder Geschichte" (1816, 5. Aust. 1828);Vorlesungen über die Geschichte derdeutschen Nationallikcratur" (1819, 2 Thle.);Philomathie" (1819 21,3 Bde.); darin sind von ihm: Luther, der Sprecher für Menschheit und Volk;Leben Joh. v. Müller'S; Seb. Frank's Sprüchwörtep; Über Statistik; Frag-mente über I. I. Rousseau. SeinHandb. der Geschichte der Literatur" erschienumgearbeitet zu Frankfurt a. M. (182224, 4 Thle ). Auch vollendete W. inBreslau seine trefflicheGeschichte der historischen Forschung und Kunst, seit derWiederherstellung der literarischen Cultur in Europa" (Göttinger, 181220,5 Abth. in 2 Thln.); 1826 eineDarstellung der pariser Bluthochzeit" (2. Aust.1828), und 1827 s.Lehrbuch der Literaturgeschichte". SeineN. theolog. An-nalen" hat er mit 1823 gescblossen. 1829 schrieb er:Über Werden und Wirkender Literatur, zunächst in Beziehung auf Deutschlands Literatur unsrer Zeit"(Breslau, 40 S.). Das frühere Leben dieses Historikers, der s. Stoffes wie derForm gleich Meister, durch gründliche Forschung, umfassende Belesenheit, selbstän-diges Urtheil, Kraft des Vortrags und edle Sprache sich auszeichnet, erzählt Strie-der'sHessische Gelehrtcngeschichte" (1812, Bd. 16 und 17). Uber mancherleiniederschlagcnde Erfahrungen im Laufe s. Lebens wird eine Selbstbiographic nachs Tode Aufschluß geben, wie man nach einer Äußerung des Vers, in der Vorredezum 4. Th. s.Handb. der Gesch. der Literatur" erwarten darf. Das Urtheil derZeitgenossen über des freimüthigen Mannes nie verborgen gehaltenes Streben undedle Wirksamkeit hat sich jedoch schon für ihn einstimmig ausgesprochen.

W a chs ist ein brennbares organisches Erzeugniß, daS zum Theil aus Pflan-zen schwitzt (der reifartige Überzug der Pflaumen, Flechten), oder aus ihnen ge-wonnen werden kann (aus den Beeren der !U^riv» ceriker»), und hauptsächlich vonden Bienen gesammelt und zu Honigzellen verarbeitet wird. Dies Bienenwachsist gelb und mit Honig vermischt. Durch Bleichen wird es rein und weiß. Um eszu bleichen, schmelzt man das Wachs in verzinnten Kesseln mit Wasser, gießt esin ein Holzgefaß, läßt dort alle Unreinigkeit»» absetzen, zapft das Wasser durcheinen Hahn am Boden ab, und läßt dann durch einen höhern Hahn das fast ge-